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	<title>joggen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/joggen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "joggen"</description>
	<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 08:23:26 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Miese dröge träge Waldrunde am Alsbacher Schloss (8,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/?p=1816</link>
<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 19:04:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.nl.wordpress.com/2008/10/09/miese-droge-trage-waldrunde-am-alsbacher-schloss-84-km/</guid>
<description><![CDATA[Donnerstag, und weiterhin keine Spur vom goldenen Oktober.
Stattdessen ein dumpfer, drückender, mü]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Donnerstag, und weiterhin keine Spur vom goldenen Oktober.</p>
<p>Stattdessen ein dumpfer, drückender, müder, trüber, feuchter, grauer Tag, der zwar bestens zu meiner heutigen Verfassung passte, aber überhaupt nicht zum Laufen.<br />
Selbst wenn ich heute in Topform gewesen wäre, hätte ich wenig Lust gehabt, aber ich war auch noch so richtig matschig: Kopfweh, leichte Gliederschmerzen, total matt - vielleicht brüte ich ja was aus, keine Ahnung.</p>
<p>Aber wenigstens ´ne kleine Runde wollte ich machen, um mit der Wochenvorgabe nicht zu sehr in Verzug zu geraten also quälte ich mich am Nachmittag doch noch raus. Nemo nahm ich kurzerhand mit, musste ich nicht noch mal gesondert mit ihm los.</p>
<p><!--more--><br />
Als Strecke nahm ich einfach noch mal die Route, die ich <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/09/28/wochenabschlusslauf-aufs-alsbacher-schloss-84-km/">vorletzten Sonntag</a> schon mal gelaufen war, bloss dass ich sie heute in umgekehrter Richtung lief: Blütenweg nach Alsbach, dort Jugenheimer Str., Katharinenberg, Lindenstr. und Hauptstr., dann die Schlossstr. hoch, auf der Hindenburgstr. in den Wald und den Schlossweg (gelbe 3) hoch bis zum Freizeitgelände hinterm Alsbacher Schloss. Weiter auf den den Eselsgrundweg (gelbe 9), halbrechts die gelbe 1 hoch zur Hoboken-Hütte, dort kurz rechts (gelbe 4), dann gleich links auf den unmarkierten Weg unter dem Hohe-Stich-Weg, hoch auf den Pürschweg (SJ2) oberhalb der Darsberghütte, den dann abwärts und schließlich am merckschen Wasserturm vorbei ins untere Darsbergtal, durch das ich auf dem Burgenweg zurück nach Hause lief.</p>
<p>8,4 km, und es lief richtig mies. Das erste Stück im Flachland war dröge und unmotiviert, der Aufstieg von Alsbach übers Schloss auf die Hoboken-Hütte hammerhart (glücklicherweise hatte ich den Hund dabei [der heute einen wesentlich besseren Tag als ich erwischt hatte und bestens mitlief], da konnten wir wenigstens hin und wieder eine Alibi-Beinheb-Pause einlegen, die waren heute bitter nötig), und die letzten 2 oder 3 km bergab gingen unangenehm auf die Knochen.</p>
<p>Tja, und mehr gibt´s dazu eigentlich nicht zu sagen. Schlechter Tag, ganz schlechter Lauf, und seitdem fühle ich mich noch mehr gerädert, verfroren und fertig.<br />
Brrr!<br />
Am besten schnell abhaken...</p>
<p>Strecke: 8,4 km<br />
Reine Laufzeit: 0:53 h (= 9,51 km/h bzw. 6:19 min/km)<br />
Neue Strecke: Nada<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/09/kleine-schlosstour.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1621" title="kleine-schlosstour" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/09/kleine-schlosstour.jpg?w=128&#38;h=92" alt="" width="128" height="92" /></a><br />
<em>Hier ab ich einfach die Karte von der letzten Tour auf dieser Strecke genommen - bin zu matschig, um extra eine neue zu machen, also beim Anschauen einfach so tun, als ob alle kleinen Pfeile in die entgegengesetzte Richtung zeigen würden, und alles stimmt.</em></p>
<p>M.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich und der Sport...]]></title>
<link>http://whattheef.wordpress.com/?p=45</link>
<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 17:11:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>dac-xp</dc:creator>
<guid>http://whattheef.nl.wordpress.com/2008/10/09/ich-und-der-sport/</guid>
<description><![CDATA[Bevor ich loslege sei gesagt, dass die folgende Geschichte frei erfunden ist. Na gut, einige Einzelh]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Bevor ich loslege sei gesagt, dass die folgende Geschichte frei erfunden ist. Na gut, einige Einzelheiten sind vielleicht nicht komplett aus der Luft gegriffen. Außerdem hat mich Ein ähnlicher Text im Internet inspiriert. Ich weiß leider nicht mehr, wo ich den gesehen habe.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich bin an sich ja kein unsportlicher Mensch, Sport zu treiben ist aber auch nicht mein Ding. Das sieht man leider auch. Ich schiebs immer gerne auf meine Tätigkeit als Student im Bereich Medieninformatik. Letztens dachte ich mir aber mal was dagegen tun zu müssen. Diese ewige Trägheit und der leider viel zu gut sichtbare Rettungsring gehen mir langsam echt auf die Nerven.<br />
Deswegen habe ich beschlossen spontan ein wenig Sport zu treiben. Fahrradfahren geht nicht. Mein alter Drahtesel ist kaputt. Inliner? Hab ich nicht. Ballsport? Alleine und ohne Halle auch keine gute Idee.<br />
Also Joggen gehen.<br />
Ein bisschen sportlich angezogen, feste Sportschuhe an und ab nach draußen.<br />
<em>Scheiße ist das kalt. Und dunkel ist es auch schon.</em><br />
Naja, nach ein paar Metern wird mir schon warm werden und mir ist es sowieso lieber unbeobachtet vor mich hin zu trotten.<br />
Also los denk ich mir und fange mit einem Tempo an, von dem ich denke es eine halbe Stunde aushalten zu können.</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more--></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>1. Minute:</strong> Boah klasse! Ich bin von mir begeistert. So locker flockig hab ich das gar nicht in Erinnerung. Ich schraube meine Erwartungen auf eine dreiviertel Stunde hoch.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>2. Minute:</strong> Ich biege auf einen kleinen Feldweg ab, der mit Matschpfützen gespickt ist. Aber ich bin durch nichts zu stoppen.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>3. Minute:</strong> So ein Mist! Hab falsch geatmet. Jetzt spür ich so ein unangenehmes Stechen in der Seite. Aber das wird schon wieder. Einfach nicht dran denken. Ich laufe weiter...</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>4. Minute:</strong> Ich schraube meine Erwartungen wieder auf dreißig Minuten runter. Das Seitenstechen macht mir zu schaffen. Außerdem wird der Feldweg auch nicht besser. Neben Matschpfützen finden sich auch noch Schlaglöcher, die in der Dunkelheit nicht gut zu sehen sind.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>5. Minute:</strong> Die kalte Luft brennt in der Lunge, ich verlangsame mein Tempo ein wenig und stolper voll in ein Schlagloch, woraufhin ich mich richtig schön lang lege. Scheiße! Beide Knie und Handgelenke aufgeschrammt. Wenigstens nicht das Gesicht...</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>5 1/2. Minute:</strong> Ich rappel mich wieder auf, streif mir ein wenig Dreck ab und beginne mit deutlich gemindertem Tempo weiter zu laufen. Diesmal aber in die entgegengesetzte Richtung - nach Hause.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>6. Minute:</strong> Neben den brennenden Knien und Handgelenken fangen nun auch meine Waden an zu schmerzen. Ich halte es für besser eine kurze Pause einzulegen.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>15. Minute:</strong> Weiter gehts. Ich bekomm langsam wieder Luft und meinen Waden scheints auch wieder gut zu gehen. Den restlichen Heimweg schaffe ich ja wohl noch...</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>16. Minute: </strong>Das Seitenstechen fängt wieder an sich zu melden. Diesmal allerdings mit solch einer Wucht, dass mir die Luft komplett weg bleibt. Ich fange an zu taumeln, rutsche in einer Schlammpfütze aus und lege mich ein weiteres mal hin. Diesmal schaffe ich es nicht mich abzufangen und knalle mit dem Gesicht auf einen perfekt platzierten Stein.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>17. Minute:</strong> Ich wache kurz aus meiner Bewusstlosigkeit auf, um unverständliches Zeug zu brabbeln und lasse mich wieder in die Dunkelheit fallen.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>27. Minute:</strong> Ich werde wieder wach, als ein <span style="text-decoration:line-through;">Penner</span> Obdachloser versucht mir meine Brieftasche zu klauen. Er merkt, dass ich wach werde und verzieht sich schnellstmöglich. Ein Glück. Ich könnte vor Erschöpfung keinen Finger rühren</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>35. Minute:</strong> Ich versuche doch, mich aufzurappeln. Ein Glück, ich stehe. Blutend, keuchend, zitternd und völlig verdreckt stehe ich da. Außer Lage mich auch nur einen Zentimeter zu rühren.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>37. Minute:</strong> Doch! Es geht! Es ist, als wenn ich meinen ersten Schritt machen würde. Ein erhebendes Gefühl. Immer sicherer gehe ich nach Hause.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>38. Minute:</strong> Noch ein paar Meter. Gleich hab ich es geschaft. Jetzt nur nicht aufgeben... Doch da passiert es. Meine völlig überlasteten Beine versagen mir den Dienst. Ich breche zusammen. Weinend denke ich daran einfach hier auf der Stelle einzuschlafen und nie wieder aufzuwachen. Diese Schmerzen... Wie kann der menschliche Körper nur zu so einem Schmerzempfinden in der Lage sein?</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>39 Minute:</strong> Tränenüberströmt und immer noch schluchzend zwinge ich mich dazu robbend nach Hause zu kommen. So geht es. Die Mutter mit ihrer Tochter versuche ich zu ignorieren. Diese abwertenden Blicke, die ich in meinem Nacken spüre, würden mich jetzt töten.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>42. Minute:</strong> Endlich an der Haustür. In einem letzten Akt der Verzweiflung bäume ich mich auf, schließe die Tür auf und falle mit dieser einfach in den Flur. Ich schaffe es noch die Tür mit dem Fuß zu zu treten, was mir nochmals unheimliche Qualen bereitet, und schlafe erschöpft ein.</p>
<p style="text-align:justify;">14 Stunden später wache ich auf und spüre jeden Muskel. Bewegen geht jetzt mal gar nicht. Aber ich muss. Ich wasch mich grob, ziehe mich um und falle auf die Couch. Fernseher an gemacht, Chipstüte gekrallt und den Entschluss gefasst, nie wieder an Sport zu denken.<br />
So lässt es sich leben.</p>
<p style="text-align:justify;"><em>MfG, der Dac!</em></p>
<p style="text-align:justify;"><strong><em>P.S.: Sowas ist natürlich nicht wirklich passiert. Ich hoffe tatsächlich in der Zukunft mehr Sport machen zu können... Wenn da nicht dieses zeitaufwändige Medieninformatikstudium wäre...</em></strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wieder mal ins Modautal. Mit bedingt ansehnlichen Fotos (12,7 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/?p=1756</link>
<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 20:19:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.nl.wordpress.com/2008/10/08/wieder-mal-ins-modautal-mit-bedingt-ansehnlichen-fotos-127-km/</guid>
<description><![CDATA[Die Zeitung hatte heute morgen verkündet, dass laut Metereologen der &#8220;goldene Oktober&#8221; ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeitung hatte heute morgen verkündet, dass laut Metereologen der "goldene Oktober" da sei.<br />
Ein Blick aus dem Fenster schien das durchaus zu bestätigen - sonnig, blauer Himmel mit ein paar Schäfchenwolken, und warm war´s auch wieder (allerdings auch verflixt schwül, aber das ist hier an der Bergstrasse ja nix Neues). Sah richtig, richtig gut aus, deshalb beschloss ich, heute mittag mal eine Tour mit Foto in herrlichen herbstlichen Weinberge hinter Bensheim zu machen.</p>
<p>Dummerweise verschwand der goldene Oktober im Lauf des Tages ziemlich schnell unter einer dünnen aber durchgehenden Schicht aus Schleierwolken - war zwar immer noch freundlich, aber eben auch mit diffusem Licht und einem milchigweissen Himmel.<br />
Nicht golden genug für die Weinberge, die folgerichtig wieder gestrichenwurden, weil ich sie für einen richtig schönen Herbsttag aufbewahren will.</p>
<p>Stattdessen sattelte ich aufs Modautal um. Das ist immer hübsch, und ich hatte noch eine Route im Archiv, die über Webern führte, wo ich bisher noch nie gewesen war. Auch gut.<br />
Den Foto packte ich übrigens trotzdem mit ein, hatte ihn ja eh schon rausgelegt, und vielleicht würden sich ja doch noch ein paar Sonnenstrahlen auf buntem Herbstlaub ergeben.</p>
<p><!--more--><br />
Start in Brandau, Römerberg Ecke Fichtenstrasse. Auch hier: Trüb aber recht freundlich, und warm genug, dass ich mich in meinen kurzen Hosen und dem kurzärmeligen Shirt wohl fühlte. Immerhin.<br />
Von hier aus die Fichtenstr. rauf und in östlicher Richtung dem blauen Balken des HW 13 folgend aus Brandau hinaus in Richtung Neunkirchen.<br />
Tatsächlich schon leicht herbstlich bunt, auch wenn´s unter dem milchig-bedeckten Himmel einfach nicht so schön bei direkter Sonnenstrahlung wirkte. Knipste trotzdem ein paar Fotos, die sich im Nachhinein fast alle als unglaublich nichtssagend und unansehnlich herausstellten (schimmernd-bedeckter Himmel mit diffusem Licht, das hat einfach mit der Belichtung nicht hin, da wird der Himmel zu hell und der rest zu dunkel, so dass es am Ende noch viel trüber aussieht, als es in echt ist).<br />
Das hier war noch das Beste:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0002.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0002.jpg?w=300" alt="" title="img_0002" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1759" /></a><br />
<em>Bild #1: Fichtenstr./HW 13 direkt hinter Brandau</em></p>
<p>Nach dem Ortsende ein paar hundert Meter leicht bergauf durch die Wiesen, links am barrackenartigen Schützenhaus vorbei, schließlich bei einem schweren Forstwirtschaftstraktor (ACHTUNG: Kein verlässliches Geländemerkmal! ;) ) rechts in den Wald rein (Blauer Balken, außerdem Wegweiser "Modauquelle"):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00051.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00051.jpg?w=225" alt="" title="img_00051" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1762" /></a><br />
<em>Bild #2: Nämlich genau hier</em></p>
<p>200 m. geradeaus durch den kühlen, erdig riechenden Wald nach Süden, dann scharf links, weiter aufwärts. Kurz die gelbe 2, die allerdings schnell nach rechts abknickte, während ich weiter den breiten, bequemen und nunmehr unmarkierten Waldweg bergauf in Richtung Neunkirchen hochlief.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0006.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0006.jpg?w=225" alt="" title="img_0006" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1763" /></a><br />
<em>Bild #3: Waldweg. Ein bisschen nichtssagend, ich weiss, aber was Besseres ist mir da einfach nicht vor die Linse gekommen...</em></p>
<p>Lange aufwärts durch den Wald. Überraschenderweise gar nicht so steil, wie ich erwartet hatte - die ersten paar hundert Meter waren noch ein bisschen knackiger, aber danach ging´s so sanft bergauf, dass man´s kaum merkte. Sehr angenehm, und weitaus bequemer als der weiter nördlich verlaufende HW 16 (weisser Balken), auf dem ich<a href="http://laufblog.wordpress.com/2007/09/20/sololauf-aufs-dach-des-odenwaldes-neunkircher-hohe-175-km/"> letztes Jahr mal von Brandau aus nach Neunkirchen </a>hochgelaufen war. Viel fotografierenswertes gab´s hier allerdings nicht, also beschränkte ich mich auf ein paar Schnappschüsse vom Bächlein, das weiter oben ein Stück neben dem Weg fliesst (die waren alle unscharf, langweilig und doof), und dem bunten Herbstlaub:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0013.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0013.jpg?w=225" alt="" title="img_0013" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1765" /></a><br />
<em>Bild #4: Herbstlaub</em></p>
<p>Nach insgesamt ca. 1,7 km erreichte ich schließlich den quer verlaufenden Alemannenweg (rotes S)  auf dem ich nach links aus dem Wald hinaus in die Wiesen unterhalb von Neunkirchen lief.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0019.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0019.jpg?w=300" alt="" title="img_0019" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1766" /></a><br />
<em>Bild #5: Blick vom Alemannenweg westwärts auf die Wiese zwischen Ganseikopf und Oberwald</em></p>
<p>Hier auf einem regelrechten Teppich aus Fallobst...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00221.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00221.jpg?w=300" alt="" title="img_00221" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1767" /></a><br />
<em>Bild #6: Das knurpst und krunscht ganz lustig beim Drüberlaufen...</em></p>
<p>...bis hoch an die L3399 zwischen Brandau/Lützelbach und Neunkirchen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00311.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00311.jpg?w=225" alt="" title="img_00311" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1768" /></a><br />
<em>Bild #7: L3399 vor Neunkirchen. Man beachte die charakteristische gelbe Kirche, die im Sonnenschein weithin sichtbar vor sich hinstrahlt. Ohne Sonnenschein aber nicht so sehr...</em></p>
<p>Über die Landstrasse rüber, dann durch die Weiden unterhalb von Neunkirchen...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0035.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0035.jpg?w=300" alt="" title="img_0035" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1773" /></a><br />
<em>Bild #8: Nochmal Neunkirchen von unten</em></p>
<p>unter den wachsamen Blicken eines imposanten Bullen...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00391.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00391.jpg?w=300" alt="" title="img_00391" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1770" /></a><br />
<em>Bild #9: Wie inzwischen mehrfach festgestellt, braucht jeder Odenwaldlaufbericht mit Fotos unbedingt Kuhbilder - bitteschön (wobei mir schon klar ist, dass das technisch gesehen keine Kuh ist, aber die Bilder mit den weiblichen Rindern waren alle schlecht)</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00411.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00411.jpg?w=225" alt="" title="img_00411" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1771" /></a><br />
<em>Bild #10: Ehrlich gesagt war mir da fast ein bisschen mulmig zumute - der guckte nicht sehr freundlich, stand gerade mal 5 Meter von mir entfernt, und das Einzige, was uns beide trennte, waren zwei dünne Elektrozaundrähtchen, die sicher nicht ausgereicht hätten, um im Ernstfall eine halbe Tonne Hornvieh von der Joggerjagd abzuhalten...</em></p>
<p>...die ordentliche steile alte Fahrstrasse hoch (Main-Stromberg-Weg, rotes Quadrat)...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0043.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0043.jpg?w=225" alt="" title="img_0043" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1772" /></a><br />
<em>Bild #11: Wirkt gar nicht soo steil, ist aber doch schon ganz knackig!</em></p>
<p>...bis zum unteren Ortseingang von Neunkirchen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0046.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0046.jpg?w=300" alt="" title="img_0046" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1774" /></a><br />
<em>Bild #12</em></p>
<p>Dort dann links, noch ein kleines Stück am Dorfrand bergauf, und schließlich auf dem Höhenrücken an der "kleinen Mark" links auf den Weg N1, der in nordöstlicher Richtung von Neunkirchen weg abwärts in Richtung Steinau und Lützelbach führt.<br />
Puuh, höchster Punkt der heutigen Tour überschritten, jetzt ging´s erstmal wieder runter!</p>
<p>Hübsche Passage, erst ein Stück durch teils dichten, teils lichteren Wald...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0051.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0051.jpg?w=225" alt="" title="img_0051" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1775" /></a><br />
<em>Bild #13: Weg N1 nördlich von Neunkirchen</em></p>
<p>...runter auf eine Lichtung mit Mais, alter Badewanne am Wegesrand und knorrigen alten Apfelbäumen...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0055.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0055.jpg?w=300" alt="" title="img_0055" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1776" /></a><br />
<em>Bild #14: Immer noch N1, aber weiter unten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0056.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0056.jpg?w=300" alt="" title="img_0056" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1777" /></a><br />
<em>Bild #15: Knorriger alter Apfelbaum</em></p>
<p>...und schließlich in den dichten Mischwald am Steinkopf zwischen Neunkirchen, Lützelbach und Steinau, wo ich nach knapp 300 m. die Kreuzung an der Steinkopf-Hütte erreichte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0059.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0059.jpg?w=300" alt="" title="img_0059" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1778" /></a><br />
<em>Bild #16: Steinkopf-Hütte</em></p>
<p>Kurze Orientierungspause (in diesem Waldstück hab´ ich mich schon mal beim Gassigehen mit Nemo verirrt, da ist Vorsicht geboten), dann die gelbe 8 halbrechts/geradeaus runter, auf der ich noch einen kleinen Schlenker um den Gipfel des Steinkopfs machen wollte.<br />
Kam aber nicht besonders weit, denn bereits nach ca. 100 m. stiess ich unvermutet auf dieses etwas behelfsmässig an einem Baum getackerte Schild:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0061.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0061.jpg?w=300" alt="" title="img_0061" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1779" /></a><br />
<em>Bild #17: Hmm, klingt interessant...</em></p>
<p>Jetzt bin ich ja ein total neugieriger Mensch. Sobald irgendwo eine obskure lokale Sehenswürdigkeit angepriesen wird, überkommt mich automatisch das starke Verlangen, mir die auch mal anzusehen. Zumal das "Zindenauer Schlösschen" gar nicht sooo obskur ist, denn immerhin hatte ich den Namen irgendwo unten in Steinau schon mal gelesen (bisher war mir allerdings nicht klar gewesen, dass es sich dabei um eine Felsformation handelt; dachte bisher immer, damit wäre ein - zugegeben ziemlich unschlossiges - Haus am Ende von Steinau gemeint...).<br />
Entsprechend zögerte ich natürlich keine Sekunde: Rechts vom Weg ab, und auf einem steilen, schmalen, teilweise kaum sichtbaren Trampelpfad den Hang hoch:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0065.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0065.jpg?w=225" alt="" title="img_0065" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1780" /></a><br />
<em>Bild #18: Schleichpfad zum Zindenauer Schlösschen</em></p>
<p>War überraschend weit, mindestens ein- oder zweihundert Meter durch die Pampa, zwischendurch immer mal wieder ein nicht so richtig spektakuläre kleine Findlungsgruppen, bei denen ich mich jeweils fragte, ob das jetzt das Schlösschen sein sollte.<br />
Bis ich das echte Zindenauer Schlösschen, da gab´s dann keinen Zweifel mehr:<br />
WOW!<br />
Ein beeindruckend großes Ensemble aus meterhoch aufgetürmten Felsen, die - einsam und mit Ausnahme einer Bank in luftig-wackliger Position obendrauf weitgehend unberührt - mitten im dichten Wald über dem Abhang thronen.<br />
Natürlich besah ich mir die moosbedeckten, wuchtigen, wildromantisch-imposanten Findlinge, die wirklich ein bisschen burg- oder schlossartig wirken, ausgiebiegst aus allen Richtungen: Drumrum, von unten, von oben, von vorne, von hinten, alles mit einem fetten Grinsen im Gesicht.<br />
Ein richtig spannendes, verstecktes Kleinod, dass ich da völlig unerwartet und durch durch Zufall entdeckt hatte - damit war die heutige Tour automatisch in die Kategorie: "Richtig gut" aufgerückt.<br />
So macht mir das Spass! :) </p>
<p>Oh, so sieht´s da übrigens aus:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0067.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0067.jpg?w=225" alt="" title="img_0067" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1782" /></a><br />
<em>Bild #19: Zindenauer Schlösschen von schräg unten</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0074.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0074.jpg?w=300" alt="" title="img_0074" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1783" /></a><br />
<em>Bild #20: Und gleich noch mal von schräg unten - man beachte die Bank in irgendwie leicht prekärer Position obendrauf</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0079.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0079.jpg?w=225" alt="" title="img_0079" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1784" /></a><br />
<em>Bild #21</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0083.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0083.jpg?w=300" alt="" title="img_0083" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1785" /></a><br />
<em>Bild #22: Zindenauer Schlösschen samt Bank von oben, leider wieder mal leicht unscharf. Verflixter Foto...</em></p>
<p>Nach erfolgter Besichtigung wieder den kleinen Pfad runter auf die ursprünglich geplante Route, und weiter auf der gelben 8 um den Steinkopf herum, bis zur Kreuzung im Wald oberhalb vom Steinauer Südzipfel...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00931.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00931.jpg?w=300" alt="" title="img_00931" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1786" /></a><br />
<em>Bild #23: Hmm, hier war ich doch schon mal, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/01/25/planlos-am-rimdidim-neunkirchen-rimdidim-mesbach-steinau-141-km/">oder</a>?</em></p>
<p>...wo ich scharf links abbog und dem Weg L1 am Hang unterhalb des Steinkopfes zurück nach Westen in Richtung Lützelbach folgte. Angenehmes Stück - bequemer Waldweg, relativ konstante Höhe, liess sich gut laufen. Nach etwas über einem Kilometer links eine weitere Schutzhütte (der Marienteich-Hütte) mit einer kleinen Teichanlage (dem Marienteich) davor, die sich bei genaurer Betrachtung als Teil des neu angelegten lokalen <a href="http://www.st-jost.fischbachtal.de/">Pilgerwegs St. Jost</a> herausstellte, der von Niedernhausen ausgehend auf verschiedenen spirituellen Stationen ums Fischbachtal herumführt - irgendwie eine schöne Idee, gefiel mir spontan, obwohl ich kein besonders religiöser Mensch bin<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_00951.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_00951.jpg?w=225" alt="" title="img_00951" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1787" /></a><br />
<em>Bild #24: Marienteich und Marienteich-Hütte vor Lützelbach</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0099.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0099.jpg?w=300" alt="" title="img_0099" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1788" /></a><br />
<em>Bild #25: Gnothi seauton - Selbstortrait im Marienteich</em></p>
<p>Danach noch 500 m. geradeaus, bis ich schließlich den Waldrand vor Lützelbach erreichte...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01011.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_01011.jpg?w=300" alt="" title="img_01011" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1789" /></a><br />
<em>Bild #26: Lützelbach aus südöstlicher Richtung vom Weg L1</em></p>
<p>...ein Stück durch die Wiesen lief, wobei ich eine Mauer mit einer herrlich rotleuchtenden Schlingpflanze passierte...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0107.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0107.jpg?w=225" alt="" title="img_0107" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1790" /></a><br />
<em>Bild #27: Entgegen der Laufrichtung fotografiert</em></p>
<p>...und schließlich an der Feuerwehr den Fischbach überquerte...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01091.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_01091.jpg?w=300" alt="" title="img_01091" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1791" /></a><br />
<em>Bild #28: Fischbach am Ortseingang von Lützelbach. Auf dem Schild links stehen total kluge und interessant Infos über das Gewässer, leider wollte der Foto sie partout nicht aufnehmen. Sorry, aber da müsst ihr jetzt halt selbst hinfahren, um das zu lesen...</em> ;)</p>
<p>...und auf der Strasse "Am Bärling" in Lützelbach einflief:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0112.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0112.jpg?w=225" alt="" title="img_0112" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1792" /></a><br />
<em>Bild #29: Lützelbach, Am Bärling</em></p>
<p>Ich mag Lützelbach: Netter kleiner Ort auf der Passhöhe zwischen Modau- und Fischbachtal, schöne Lage, schöne alte Häuser, wirklich hübsch. Bloss seine Topografie hab´ ich immer noch nicht so ganz kapiert, obwohl ich inzwischen schon oft durchgefahren, und mehrmals durchgewandert und durchgejoogt bin - irgendwie geht´s dort immer da bergauf oder bergab, wo ich erwarte, dass es eben ist, während die Stücke, die meine Karte im Kopf als flach bezeichnet, sich gerne mal als abschüssig oder ansteigend erweisen.<br />
Komisch.<br />
Aber nicht weiter schlimm, im Gegenteil, das macht´s jedesmal gleich noch ein bisschen interessanter... ;)</p>
<p>Heute wandte ich mich bei der ersten Gelegenheit rechts und lief die Obergasse "runter" (erwartete ich zumindest, tatsächlich war sie fast eben), über L3102 und an der Rotunde des Café Odenwald vorbei (das selbst an einem eher verhalten schönen Wochentag wie heute gut besucht war - müsste man auch mal wieder hin, und sehen, wie´s da so ist), dann weiter zum Lichtenberger Weg...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0115.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0115.jpg?w=300" alt="" title="img_0115" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1793" /></a><br />
<em>Bild #30: Lützelbach, Blick von der Obergasse auf den Lichtenberger Weg</em></p>
<p>...wo ich eine kurze Pause einlegte, um mir eine ziemlich morbide alte Hausinschrift durchzulesen...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01181.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_01181.jpg?w=225" alt="" title="img_01181" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1794" /></a><br />
<em>Bild #31: Die Lützelbacher von Anno Dunnemals waren offenbar echt optimistische Frohnaturen...</em> :D</p>
<p>...bevor ich links bis zum Birkenhof lief, und dort schließlich rechts auf den Weg L3 abbog, der aus Lützelbach hinaus in Richtung Webern und Klein-Bieberau führt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01191.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_01191.jpg?w=300" alt="" title="img_01191" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1797" /></a><br />
<em>Bild #32: Wegweiser am Birkenhof</em></p>
<p>Ab jetzt: Stark abwärts. Um das mal zu veranschaulich: Lützelbach und Webern sind gerade mal 1,3 km Luftlinie voneinander entfernt, getrennt durch einen massiven Riegel relativ unwegsamen Bergwalds. Aber während Lützelbach hoch oben auf dem Pass sitzt, auf ca. 400 m.ü.NN, liegt Webern ganz tief unten im tief eingeschnitten Johannisbachtal auf ca. 240 m. ü.NN -160 Meter Höhenunterschied auf so eine kurze Distanz, das ist schon ziemlich steil. </p>
<p>Zuerst noch ein relativ moderat abfallendes Stück durch die Wiesen nördlich von Lützelbach, an dessen Ende der Eingang in den Wald wie ein dunkles Maul klaffte<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0123.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0123.jpg?w=300" alt="" title="img_0123" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1796" /></a><br />
<em>Bild #33: L3 bei Lützelbach</em></p>
<p>Im Wald wurde es dann gleich richtig steil, da war ich froh, hier nicht hoch zu müssen (zumal es gerade etwas in meiner linken Wade rumorte). Aber auch bergab recht fordernd, auch weil der Weg relativ grob gekiest ist, was ich ja eh nicht so gerne hab. Musste ich aber nicht lange aushalten, denn so ca. 250 m. nach dem Waldrand verabschiedete sich L3 Richtung Halblinks vom breiten, gepflegten Kiesweg, und schlug sich fortan als kaum erkennbares Minipfädchen durch die Pampa, das im wahrsten Sinne des Wortes über Stock (davon gab´s viele) und Stein (ganze Findlingsgruppen mitten auf dem Pfad) steil in den finsteren Wald hinab führte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0126.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0126.jpg?w=300" alt="" title="img_0126" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1799" /></a><br />
<em>Bild #34: L3 in der Wildnis zwischen Lützelbach und Webern - ist in Wirklichkeit noch abenteuerlicher, als er hier aussieht...</em></p>
<p>Weiter unten wurde es dann sogar noch glitschig und morastig, weil sich das Pfädchen mitten durch ein schlammiges Bachtal fädelte - da ging´s nur noch gaanz langsam vorwärts, und ich saute mich in Windeseile ein wie ´ne Wildsau.<br />
Kurzum: Ein Riesenspass!! :D </p>
<p>Schließlich erreichte ich aber doch das untere Ende des Waldes, direkt obehalb des Dörfchens Webern, in das ich bisher noch nie im Leben einen Fuß gesetzt hatte. Sah durchaus beschaulich aus...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0128.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0128.jpg?w=300" alt="" title="img_0128" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1800" /></a><br />
<em>Bild #35: Webern von obern äääh oben</em></p>
<p>...klang aber etwas beunruhigend, denn während ich auf der Johannisbergstr. runter ins Dorf lief, ertönte von dort ein unglaublicher Lärm, der sich so anhörte, als würde da jemand einen Schaukampf zwischen einer Rotte Schweine und einer Bluthundemeute veranstalten. Hörte aber bald wieder auf, wahrscheinlich hatten die Schweine gewonnen. ;) </p>
<p>Die Johannisbergstr. entlang...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0132.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0132.jpg?w=225" alt="" title="img_0132" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1801" /></a><br />
<em>Bild #36: Johannisbergstr. in Webern mit Brünnchen</em></p>
<p>...dabei verschiedene Begegnungen mit der lokalen Fauna, die in mittleren bis schweren Fotodesastern endeten:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0133.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0133.jpg?w=225" alt="" title="img_0133" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1802" /></a><br />
<em>Bild #37: Huhn vor Traktor, unscharfe Aktaufnahme</em> ;)</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_01341.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_01341.jpg?w=300" alt="" title="img_01341" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1803" /></a><br />
<em>Bild #38: Öööh. Katze von hinten, glaub´ ich. Oder Pferd von vorne. Oder Mikrosternschnuppenregen. Oder ein künstlerisch verfremdetes Porträt von Wilhelm II. Sucht euch was aus</em> ;)</p>
<p>Direkt nach der Katze (oderwasauchimmer) links, in den Brandauer Weg (Eins muss man diesen alten Strassennamen ja lassen: Sie sind nicht kreativ, aber man weiss sofort, woran man ist, besonders wenn man als ortsfremder Jogger nach Brandau will). </p>
<p>Wie wir ja schon rausgefunden haben, liegt Webern tiiiief unten im Johannisbachtal. Da muss man erstmal raus, wenn man nach Brandau will, und das heisst: Wieder ordentlich bergauf!<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0136.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0136.jpg?w=225" alt="" title="img_0136" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1804" /></a><br />
<em>Bild #39: Brandauer Weg im wilden Weberner Westen</em></p>
<p>Urk!<br />
Den überaus steilen Brandauer Weg hoch, dann aus Webern raus und durch Wald und Wiesen weiter aufwärts, langsam, stetig und schwer japsend aus dem Johannisbachtal raus, bis ich nach 1100 anstrengenden Metern endlich die Kreuzung am Asphaltweg zwischen Brandau und Herchenrode (hinter dem Brandauer Friedhof, Markierung blauer Balken) erreichte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0141.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0141.jpg?w=225" alt="" title="img_0141" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1805" /></a><br />
<em>Bild #40: Kreuzung hinter Brandau. Im Hintergrund der Felsberg</em></p>
<p>Uffa! Fast geschafft. Ich lief noch ein Stück geradeaus (gottseidank nun bergab), in Richtung der L3099 nach Hoxhohl, vorbei an der müffelnden Kläranlage an der Modau. Kurz bevor ich die Landstrasse erreichte, bog ich dann links ab, um auf einem unmarkierten Feldweg über den Mühlberg nach Brandau zu laufen.</p>
<p>Ach du je!</p>
<p>Positiv: Nochmal schön herbstlich.<br />
Negativ: RiesensackfieshimmelherrgottsakranochemolSTEIL!!!!!<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0148.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0148.jpg?w=225" alt="" title="img_0148" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1806" /></a><br />
<em>Bild #41: Weg den Mühlberg hoch</em></p>
<p>Argl.</p>
<p>Immerhin, nicht lang, also schleppte ich mich keuchend bis ganz nach oben, wo ich kurz den guten  Blick zur Kriegsgräbergedenkstätte genoss...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0153.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0153.jpg?w=300" alt="" title="img_0153" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1807" /></a><br />
<em>Bild #42: Kapellenspitze der Kriegsgräbergedenkstätte bei Brandau</em></p>
<p>...bevor ich rechts durch die Wiesen oberhalb des Ortes joggte...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0156.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0156.jpg?w=300" alt="" title="img_0156" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1808" /></a><br />
<em>Bild #43</em></p>
<p>...und schließlich über die Strasse "Am Mühlberg" runter nach Brandau lief.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0160.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0160.jpg?w=300" alt="" title="img_0160" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1809" /></a><br />
<em>Bild #44: Über den Dächern von "Brenne"</em></p>
<p>Dort dann noch kurz durch die Odenwaldstr. zurück an den Römerberg und fertig.</p>
<p>Schöne, fordernde Tour, die viel Spass gemacht hat. Positiv die zwei großen Entdeckungen des Zindenauer Schlösschens (ungeplant) und Weberns (geplant), nicht ganz so positiv das doch etwas zu trübe Wetter, das zum Fotografieren einfach nicht ideal war.<br />
Wir lernen einmal mehr: Mäßiger Fotograf mit mäßigem Equipment braucht gutes Licht und am besten gute Motive, sonst wird das nicht so richtig doll. Na ja, vielleicht kommt der goldene Oktober ja die Tage doch noch mal vorbei, damit der Matthias und die Ixus sich so richtig in den Weinbergen austoben können...</p>
<p>Strecke: 12,7 km<br />
Reine Laufzeit: 1:18 h (= 9,77 km/h bzw. 6:08 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 90,16% (11,45 km von 12,7 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/modautal-ost.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/modautal-ost.jpg?w=128" alt="" title="modautal-ost" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1812" /></a></p>
<p>Karte mit den Entstehungsorten der Bilder:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/modautal-ost-fotos.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/modautal-ost-fotos.jpg?w=128" alt="" title="modautal-ost-fotos" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1813" /></a></p>
<p>M.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unbehaglich-unmotivierte Sonntagabendrunde an der Bergstrasse (7,9 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/?p=1737</link>
<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 19:32:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.nl.wordpress.com/2008/10/05/xxx/</guid>
<description><![CDATA[Woran merkt man als Läufer, dass der Herbst kommt? 
Ganz einfach: Die Motivation nimmt merklich ab,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Woran merkt man als Läufer, dass der Herbst kommt? </p>
<p>Ganz einfach: Die Motivation nimmt merklich ab, die Wehwehchen merklich zu (tatsächlich werden es nicht mehr Wehwehchen, aber man kann sie irgendwie nicht so gut ignorieren).</p>
<p>Ausgangssituation heute: Sonntagnachmittag, noch 6,8 km bis zum Erreichen des Wochenpensums, noch zwei Stunden Licht, miestrübtrauriges Wetter, ein bisschen Fussweh, ein bisschen Hüftweh, ein bisschen Rückenweh, ein bisschen Kopfweh, ein bisschen Müde, und überhaupt gar kein bisschen Lust, laufen zu gehen. </p>
<p>Seufz.</p>
<p>Aber 6,8 km, die reisst man dann halt trotzdem runter.<br />
Dauert ja nicht lange.<br />
Also so gegen Sechs raus, in den grauen, drögen, windigen, regnerischen, lustlosen Vorabend.<br />
Route?<br />
Pffffjaaanixbesondereshalt.<br />
Alsbach, Zwingenberg, Sandwiese, Bickenbach, Heim. So spritzig und interessant wie der ganze Tag, aber da musste ich wenigstens nicht nachdenken oder groß planen.<br />
Meh.</p>
<p>Blütenweg durchs Feld nach Alsbach. Grau, windig, linker Fuß tut ein bisschen weh, steif in der Hüfte, moderates Tempo (zu mehr konnte ich mich einfach nicht aufraffen).<br />
Alsbach: Am Ortseingang links den Hasselbachweg hoch, dann rechts auf dem Brückenweg in den Ort, kurz die Hauptstr. runter, links in die Lindenstr. und am Hirschpark vorbei (gäääähn), halbrechts die Weinbergstr., hoch, links über das kleine Treppchen auf die Hochstr., die rechts runter zum südlichen Ortsende, dann weiter auf dem Blütenweg durch die grauen Weinberge bis Zwingenberg. </p>
<p><!--more--><br />
Rechts den Grunzweg am Stadtrand runter. Steil bergab bis zur L3100 am Ortseingang, rüber, dann rechts, auf dem Radweg neben der Landstrasse zurück in Richtung Alsbach. Durch einen Pulk spazierender Rentner, dann auf halber Strecke links ab in die Felder, wo irgendwelche Kinder Drachen steigen liessen. Keine Ahnung warum, aber das heiterte mich irgendwie ein klein wenig auf. </p>
<p>Bei nächster Gelegenheit rechts und hinter der Feuerwehr an den Alsbacher Ortsrand, dann links den Floriansweg runter an die B3, dort dem Radweg 15 rechts nach Bickenbach gefolgt. Unterwegs fings an, leise und unmotiviert vor sich hinzuregnen.<br />
Das heiterte mich dann wieder ab. </p>
<p>Vorbei am alten jüdischen Friedhof (ich überlegte kurz, ob ich mir den nicht mal ansehen sollte, weil ich´s noch nie gemacht hatte - war aber dann zu unmotiviert, außerdem hatte ich keine Kopfbedeckung dabei, und ohne sollte man einen solchen Ort ja nicht betreten. Ein andermal, mit Kippa-Ersatz), den ausgestorbenen Supermärkten an der Pfarrtanne (= Sonntag), dem ebenfalls ausgestorbene Intersnack-Gelände (= Sonntag) und nach Bickenbach rein. </p>
<p>Nieselte immer noch, fühlte mich weiterhin schlapp und demotiviert, Wehwehchen waren immer noch da. Aber hey, war ja nicht mehr weit...<br />
In Bickenbach rechts, die unscheinbare Wilhelm-Leuschner-Str. entlang, am Spielplatz über die Hügelstr. und weiter geradeaus die Berliner Str. hoch, schließlich rechts auf der Sandstr. bis an die Darmstädter Str./B3. Da gleich nochmal rechts, in die Jugenheimer Str., auf der aus Bickenbach raus und auf dem Radweg mit den windgebeutelten Birken neben der K146 nach Jugenheim.</p>
<p>Hier kam mittendrin die Sonne raus - zwar war die Wolkendecke weiterhin dick, dicht und geschlossen, aber inzwischen war´s so spät, dass die Abendsonne schräg drunter durchschaute.<br />
Und auf einmal war´s schön!<br />
Fast so eine Wetterlage wie am <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/10/02/um-florsheim-am-main-mit-fotos-114-km/">Donnerstag bei Flörsheim</a>, wenn auch nicht ganz so spekatkulär:<br />
Direkt vor mir die Bergstrasse, schon herbstlich-bunt, unter einer massiven Wand aus dicken, turmhohen, dunklen Wolken, alles diekt angestrahlt von der herrlichen warmen schrägen Abendsonne -das ergab ein unglaublich intensives Farbenspiel: Oben die samtig-purpurnen Wolken, untendrunter die rotgelbgoldenen Hänge der Berge, die fast schon grell leuchteten, ganz unten, um mich herum, die Ebene voll gleissendem Herbstlicht und tiefen, langen Schatten.<br />
Und obendrüber spannte sich wieder ein Regenbogen, vollständig von Horizont zu Horizont, wenn auch merklich blasser als am Donnerstag.<br />
Unglaublich, wie so ein bisschen Sonne die letzten Meter durch eine dröge, graue Trauerlandschaft in ein glorreiches, herrliches Erlebnis verwandeln kann!<br />
Da machte es auf einmal wieder richtig spass, und die Wehwehchen hielten endlich mal ehrfürchtig die Klappe. </p>
<p>Nach Jugenheim rein, in die blauen Schatten der Bickenbacher Str. (die Sonnestand so tief, dass sie hier nur die oberen Stockwerke der Häuser und die Baumwipfel streichelte), über die Strassenbahn, direkt dahinter rechts durch den Fussweg unterhalb der Süsmosterei in die Birkenstr., und schließlich irgendwie durch den etwas verworrenen aber wunderbar ausgeleuchteten Jugenheimer Süden zurück nach Hause. </p>
<p>35 Minuten dröge, anstrengende, lustlose Quälerei, abgeschlossen durch 10 angenehme, schöne, genießbare Minuten in der Abendsonne. Keine ideale Mischung, aber so langsam muss man sich halt drauf einstellen, dass die Zeit der schönen Tage erstmal vorbei ist.<br />
Seufz.<br />
Immerhin ist das Wochenpensum jetzt geschafft...</p>
<p>Strecke: 7,9 km<br />
Zeit: 0:46 h (= 10,3 km/h bzw. 5:49 min/km)<br />
14,94% (1,18 km von 7,9 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/79-km-sonntagabendtour.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/79-km-sonntagabendtour.jpg?w=128" alt="" title="79-km-sonntagabendtour" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1749" /></a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Angezogen wie ein Jogger]]></title>
<link>http://nordlaeufer.wordpress.com/?p=124</link>
<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 16:04:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>nordlaeufer</dc:creator>
<guid>http://nordlaeufer.nl.wordpress.com/2008/10/03/angezogen-wie-ein-jogger/</guid>
<description><![CDATA[war ich heute, als ich das erste Mal seit einer Woche wieder laufen war.
Ich hatte mir Ende letzter ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>war ich heute, als ich das erste Mal seit einer Woche wieder laufen war.</p>
<p>Ich hatte mir Ende letzter Woche eine kleine Erkältung zugezogen und so habe ich die ganze Woche pausiert. Gestern wäre es auch schon gegangen, aber da regnete es ständig und der Wind war auch noch da und so hatte ich schlicht keine Lust. Heute regnete es zwar auch noch, aber nicht mehr so stark wie gestern und der Wind war bloß noch schwach bis mäßig und nicht mehr mäßig bis stark.</p>
<p>Um kein Risiko einzugehen, wollte ich erstens schön langsam laufen und zweitens auch nicht so lange, mit anderen Worten, es bestand die Gefahr, dass ich gar nicht richtig warm werden würde. Also zog ich an, was der Kleiderschrank zum Thema Laufen so hergab. Das erste Mal in dieser Saison die lange, schwarze Hose, dazu ein kurzes Hemd, das langärmlige Shirt und die Windjacke drüber. Auf Handschuhe und Mütze verzichtete ich allerdings dann doch! So angezogen war langsames Laufen Pflicht, weil ich mich ansonsten totschwitzen würde.</p>
<p>36 Minuten und 6 km später war der Spass dann auch schon wieder vorbei. Direkt hinterm Strandwall war es doch ein bisschen windiger, aber keinesfalls störend. Der Weg selber ist wieder mal total aufgeweicht, es hat doch ziemlich viel geregnet in den letzten Tagen. Mir war das aber heute egal, denn ich hatte ja sowieso nichts vor. Überrascht war ich von den vielen Spaziergängern, auch am Strand direkt war viel los, normalerweise hat man um die Jahreszeit den Strand schon fast für sich alleine.</p>
<p>So, morgen 20 km und Sonntag dann nochmal 25 km und schon habe ich auch in dieser Woche wieder die 50 km Marke geschafft ;-)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Um Flörsheim am Main - mit Fotos (11,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/?p=1635</link>
<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 20:28:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.nl.wordpress.com/2008/10/02/um-florsheim-am-main-mit-fotos-114-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute Abend war anlässlich eines runden Geburtstags Familienessen in Flörsheim am Main angesagt.
S]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Abend war anlässlich eines runden Geburtstags Familienessen in Flörsheim am Main angesagt.<br />
Start 18:30, also zeitlich ideal, um vorher noch eine kleine Tour in der Umgebung einzuschieben, und damit endlich meine Pläne wahr zu machen, auch mal ein bisschen den Landstrich nördlich des Mains zu erkunden (Fernziel ist natürlich weiterhin die eventuelle Bezwingung des großen Feldbergs im Taunus).<br />
Schon irgendwie ein bisschen was Besonderes: Mein Vater ist hier oben aufgewachsen und ich habe immer noch Verwandschaft hier, entsprechend kenne ich die Gegend ein Stück weit: Eddersheim, Flörsheim, Hattersheim, Okriftel, Weilbach - das sind alles vertraute Ortsnamen, weil ich seit drei Jahrzehnten regelmässig hier vorbeikomme. Und doch, jenseits der ausgetretenen Pfade, die bei jeden Familienbesuch abgefahren werden, kenne ich mir eigentlich nur wenig aus.<br />
Also quasi eine "Vertraute Fremde" (um mal den Titel einer <a href="http://www.carlsen.de/web/presse/buch?tn=177779">exzellenten Geschichte</a> von Jiro Taniguchi zu klauen), in der ein Teil meiner Wurzeln liegt, und wo es doch noch ganz, ganz viel zu entdecken gibt.<br />
Superspannende Sache, da freute ich mich schon im Vorfeld riesig drauf! :) </p>
<p>Bei der konkreten Planung eine Abweichung von meinem üblichen Modus Operandi: Normalerweise achte ich ja immer drauf, dass neue Strecken direkt mit meinem bisherigen Streckennetz verbunden sind. Dazu hätte ich allerdings von Eddersheim aus über den Main nach Kelsterbach gemusst, und dazu hatte ich heute keine Lust. Lieber was Interessanteres.<br />
Die "Flörsheimer Schweiz" klang sehr vielversprechend, also plante ich eben eine Tour um Flörsheim herum. Ohne Anbindung ans Streckennetz, aber die kann ich ja irgendwann nachholen...</p>
<p>Dann noch schnell alles vorbereitet, spontan den Foto mit eingepackt, und aufgebrochen.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Zähe fahrt nach Norden, mit Stau auf der A5, der A67 und roter Welle in der Rüsselsheimer Innenstadt - dauerte deutlich länger als geplant. Aber es bot immerhin Gelegenheit, das äußerst unstetete Wetter zu beobachten, dass praktisch minütlich wechselte und die gesamt Bandbreite zwischen finstersten Regenschauern und strahlendem Sonnenschein abdeckte.<br />
Hmm, na ob ich da Glück haben würde?</p>
<p>Schließlich mit 20 Minuten Verspätung am Start eingetroffen, dem großen Parkplatz in <a href="http://www.floersheim-main.de/Stadtportrait/index.html">Flörsheim</a> am Ufer des träge vorbeifliessenden Mains:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0003.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0003.jpg?w=300" alt="" title="img_0003" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1640" /></a><br />
<em>Bild #1: Main bei Flörsheim</em></p>
<p>Von hier aus erstmal rechts, dem Flußufer nach Südwesten folgend durch die grünen Uferwiesen, die einen Hochwasserpuffer zwischen Main und Flörsheim bilden. Gerade etwas trüb (Auf der anderen Mainseite: Strahlende Sonne. Aus Richtung Taunus: Eine gewaltige, schwarzblaue Regenfront - was würde sich wohl durchsetzen?), aber trotzdem hübsch und ein bisschen parkartig.<br />
Spielplätze...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0005.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0005.jpg?w=300" alt="" title="img_0005" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1641" /></a><br />
<em>Bild #2: Mainuferweg bei Flörsheim</em></p>
<p>...Skulpturen...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0004.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0004.jpg?w=300" alt="" title="img_0004" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1642" /></a><br />
<em>Bild #3: Bleienten...</em></p>
<p>...und schließlich die große Mainbrücke rüber nach Rüsselsheim - sicher schon ein paar hundert Mal drüber gefahren, aber noch nie drunter durchgelaufen - bis heute:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0008.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0008.jpg?w=300" alt="" title="img_0008" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1643" /></a><br />
<em>Bild #4: Mainbrücke zwischen Rüsselsheim und Flörsheim (B519)</em></p>
<p>Hinter der Brücke noch knapp 300 m. geradeaus den Mainuferweg (Markierung: Blaues B) runter in Richtung des Ortsteils Keramag/Falkenberg (dessen erster Teil doch tatsächlich genauso heisst wie meine Klobrille - ist aber auch kein Wunder, denn er ist nach der ehemals dort ansässigen Klobrillenfirma Keramag benannt... ;) ), dann Rechts in ein Industriegebiet, das - und sowas ist für Industriegebiete übrigens typisch - schon deutlich weniger hübsch daherkam.<br />
Auf der Hafenstr. bis an ein Umspannwerk...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0015.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0015.jpg?w=300" alt="" title="img_0015" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1644" /></a><br />
<em>Bild #5: Bedingt pittoreskes Umspannwerk in Flörsheim-Keramag/Falkenberg. Man beachte die beunruhigend finstere Wolkenfront im Hintergrund, die sich unheilvoll näherschiebt...</em></p>
<p>...dann links in die Liebigstr., schließlich an der nächsten Kreuzung wieder rechts und auf einem schmalen Fußgängeweg neben der Strasse unter der Bahn durch:<br />
<strong><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0017.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0017.jpg?w=300" alt="" title="img_0017" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1653" /></a></strong><br />
<em>Bild #6: Bahnunterführung in Keramag/Falkenberg</em></p>
<p>Direkt dahinter dann links, auf dem asphaltierten Bachweg westwärts,...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0020.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0020.jpg?w=225" alt="" title="img_0020" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1648" /></a><br />
<em>Bild #7: Bachweg</em></p>
<p>...durch die Wiesen zwischen Industriehafen...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0021.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0021.jpg?w=300" alt="" title="img_0021" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1649" /></a><br />
<em>Bild #8: Tanks am Flörsheimer Hafen</em></p>
<p>...und der L3028 Flörsheim-Hochheim,....<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0022.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0022.jpg?w=300" alt="" title="img_0022" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1650" /></a><br />
<em>Bild #9: Herbstliche Bäume an der L3028</em></p>
<p>...wobei ich immer sorgenvollere Blicke auf die nachtfinstere und schnell herannahende Wolkenfront zu meiner Rechten warf:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0023.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0023.jpg?w=225" alt="" title="img_0023" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1651" /></a><br />
<em>Bild #10: Uh-oh...</em></p>
<p>Am Ende des Bachwegs erst eine kleine Kapelle am Wegesrand ("Kapelle an der Ziegelhütte"), dann eine Einmündung in eine andere Strasse, hier rechts und unter der L3028 durch. Unmittelbar dahinter der erste kleine Höhepunkt der heutigen Tour: Direkt neben der Strasse standen ein paar alte Mauerreste, die von einer futuristisch anmutenden Glas- und Metallkonstruktion überspannt wurden:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0028.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0028.jpg?w=300" alt="" title="img_0028" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1652" /></a><br />
<em>Bild #11: "Nanu? Wasn das?"</em></p>
<p>Musste ich mir selbstverständlich sofort aus der Nähe ansehen:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0029.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0029.jpg?w=300" alt="" title="img_0029" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1655" /></a><br />
<em>Bild #12: Hmm. Interessant...</em></p>
<p>Wie sich herausstellte, waren es die historischen Kalkbrennöfen, ein Kultur- bzw. Industriedenkmal, in dem man früher, na ja, eben Kalk gebrannt hat, und das vor ein paar Jahren mit dieser faszinierenden Konstruktion überdacht und zugänglich gemacht wurde - so sind die Öfen vor der Witterung geschützt, und man kann sie sich vom darüberführenden Laufsteg bestens angucken.<br />
Ist interessant, gut gepflegt, bestens mit ausführlichen Infotafeln bestückt...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0033.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0033.jpg?w=300" alt="" title="img_0033" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1656" /></a><br />
<em>Bild #13: Infotafeln auf dem Laufsteg über den Kalkbrennöfen</em></p>
<p>...und außerdem noch völlig frei begehbar und gratis.<br />
Hut ab, tolle Anlage, da hat der <a href="http://www.regionalpark-suedwest.de/">Regionalpark Südwest</a> (das ist die lokale Tourismus- und Landschaftsschutzvereinigung) großartige Arbeit geleistet, da kann sich manch eine andere Region eine Scheibe von abschneiden.<br />
Ich schaute mir alles an, las mir die Tafeln durch, schoss noch ein paar Fotos (die sich leider allesamt als nichtssagend oder unscharf herausstellten), und ging natürlich über den coolen Laufsteg...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0031.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0031.jpg?w=225" alt="" title="img_0031" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1658" /></a><br />
<em>Bild #14: Laufsteg, leider unscharf</em></p>
<p>..bevor ich mich wieder auf die Socken machte und den Aufstieg in die luftigen Höhen der Flörsheimer Schweiz in Angriff nahm. Der führte von den Kalköfen weg nach Norden durch ein kleines Waldstück, an der offensichtlich sehr alten Obermühle vorbei (2 Fotoversuche, beide schrecklich unscharf, deshalb kein Bild), und schließlich auf einem bequemen Kiesweg durch eine hübsche Wald-/Gebüschlandschaft gaaaanz sanft aufwärts (Markierung: Der magentafarbene Pyramidenpfeil des Regionalparkwegs):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0039.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0039.jpg?w=300" alt="" title="img_0039" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1659" /></a><br />
<em>Bild #15: Regionalparkweg in die Flörsheimer Schweiz kurz hinter der Obermühle</em></p>
<p>Und hier wurde es dann richtig cool!<br />
Unglaubliche Wetterlage:<br />
Die rechte Hälfte des Himmels über mir war pechschwarz, bedeckt vom gewaltigen Klumpen der monströsen Unwetterfront, die ich schon seit Längerem beobachtet hatte.<br />
Die links Hälfte hingegen war wolkenlos, eine weite Fläche azurblauen Himmels, aus dem die kräftige Herbstsonne herrlich herabstrahlte.<br />
Und ich lief direkt unter der Grenze beider Gebiet entlang.<br />
Wahnsinn! Regen und Sonne zugleich, dabei ein unglaublich intensives Licht durch die schräg einfallende Sonne, das sowohl das frühherbstliche Laub der umliegenden Bäume als auch die dunkelpurpurne Schlechtwetterhälfte des Himmels in atemberaubend intensiven Technicolor-Farben erstahlen liess.<br />
HERR-LICH!!!!<br />
Etwas ansatzweise Vergleichbares hab´ ich in all den Jahren, in denen ich Laufe, vielleicht ein oder zweimal erlebt.<br />
Und heute hatte ich den Foto dabei...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0041.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0041.jpg?w=225" alt="" title="img_0041" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1660" /></a><br />
<em>Bild #16</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0044.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0044.jpg?w=225" alt="" title="img_0044" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1661" /></a><br />
<em>Bild #17</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0045a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0045a.jpg?w=225" alt="" title="img_0045a" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1662" /></a><br />
<em>Bild #18: Boooaaaaah!!!</em></p>
<p>Ich wurde zwar innerhalb kürzester Zeit pitschnassgeregnet und musste beim Laufen/Fotografieren höllisch aufpassen, dass die Kamera nicht zu feucht wurde, aber diese einmalig schöne Stimmung war jede Unannehmlichkeit wert! </p>
<p>Knapp 400 m. nach der Obermühle öffnete sich der Buschwald zu einem weiten, mit einer wunderschönen Wildwiese bewachsenen Hochplateau im Herzen der <a href="http://www.floersheim.de/Geschichte_vor_ort/5/schweiz.htm">Flörsheimer Schweiz</a>, in dessen Mitte ein ziemlich kurioses Gebilde stand:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0048a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0048a.jpg?w=300" alt="" title="img_0048a" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1663" /></a><br />
<em>Bild #19: Plateau in der Flörsheimer Schweiz von Südosten gesehen</em></p>
<p>(Noch) Keine Ahnung was es war, aber die Art und Weise, wie das Ding über der unwirklich ausgeleuchteten Graslandschaft thronte, gefiel mir auf Anhieb - wie ein Baobab über der afrikanischen Savanne, einfach nur total cool!<br />
Und das war nicht mal das Beste, was mich hier oben erwarte!<br />
Während ich noch mit der Kamera in der Hand dastand und Bilder von der tollen Umgebung machte, fing mein Hirn an zu arbeiten:<br />
"Hmm, ok Matthias: Du stehst gerade mitten im strahlenden Sonnenschein, und gleichzeitig regnet es ziemlich stark. Da müsste es doch eigentlich auch einen Regenbogen, und zwar genau hinter di..."<br />
Ich drehte mich rum.<br />
Und liess fast den Foto fallen! </p>
<p>WAAAAAAAOOOOOOOOOW!!!!!!!!!!!</p>
<p>Am Himmel hinter mir, glasklar abgesetzt gegen die graublaue Schlechtwetterfront, erhob sich einer der grandiosesten Regenbögen, die ich jemals gesehen habe!<br />
Keine blasse Ahnung von ein paar Farben, kein verwaschenes Bruchtstück, sondern ein kompletter, strahlender, glorreicher 180-Grad-Bogen, der von einem Ende des Horizonts bis zum anderen reichte (und eigentlich waren es sogar zwei Regenbögen, denn über dem Hauptbogen war noch ein zweiter, schwächerer sichtbar)!<br />
Unglaublich, phänomenal, atemberaubend, herrlich.<br />
30 Sekunden mit offenem Mund dastehen, gucken, staunen, glücklich sein.<br />
Dann Fotorausch:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0054a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0054a.jpg?w=300" alt="" title="img_0054a" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1666" /></a><br />
<em>Bild #20</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0053.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0053.jpg?w=300" alt="" title="img_0053" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1667" /></a><br />
<em>Bild #21</em></p>
<p><strong><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0057a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0057a.jpg?w=300" alt="" title="img_0057a" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1671" /></a></strong><br />
<em>Bild #22</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0064a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0064a.jpg?w=225" alt="" title="img_0064a" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1670" /></a><br />
<em>Bild #23</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0069a.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0069a.jpg?w=300" alt="" title="img_0069a" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1672" /></a><br />
<em>Bild #24</em></p>
<p>Nach mehreren Minuten raffte ich mich schließlich auch, trocknete nochmal die Kamera (der Regen war inzwischen vorbeigezogen), und machte mich wieder auf den Weg. Weiter auf dem Regionalparkweg, am Südrand des Hochplateaus entlang. Selbst ohne Regenbogen eine herrliche Landschaft, mit Wildwiese...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0085.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0085.jpg?w=300" alt="" title="img_0085" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1674" /></a><br />
<em>Bild #25</em></p>
<p>...dichtem, satten Buschwald...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0068.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0068.jpg?w=225" alt="" title="img_0068" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1675" /></a><br />
<em>Bild 26</em></p>
<p>...und vielen interessanten und gut positionierten Regionalpark-Infotafeln:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0066.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0066.jpg?w=225" alt="" title="img_0066" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1676" /></a><br />
<em>Bild #27</em> </p>
<p>Alles wirklich nett. Warum hatte mir eigentlich noch nie jemand gesagt, wie schön es hier oben ist?</p>
<p>300 m. am Südrand der Wiese westwärts, dann eine scharfe Rechtskurve und über dem Wickerbachtal nach Norden (Weiterhin Regionalparkweg, also dreigliedrige magentafarbene Pyramide). Nach weiteren 200 m. dann das gleich schon das nächste kleine Highlight: Direkt am Rand des Plateaus, über einem recht steilen Hang mit Weinbergen, stand ein hübsches, kleines Steinhäuschen: Die <a href="http://www.regionalpark-rheinmain.de/default.asp?action=article&#38;ID=75">Annakapelle</a>.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0072.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0072.jpg?w=300" alt="" title="img_0072" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1677" /></a><br />
<em>Bild #28: Annakapelle von hinten</em> </p>
<p>Sehr hübsch...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0077.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0077.jpg?w=300" alt="" title="img_0077" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1678" /></a><br />
<em>Bild #29: Annakapelle von vorne</em></p>
<p>...und mit einer tollen Aussicht über den Plateaurand nach Westen in Richtung Wiesbaden...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0075.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0075.jpg?w=300" alt="" title="img_0075" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1680" /></a><br />
<em>Bild #30: Blick von der Annakapelle über die Dächer des Wiesenhofes bis zur Hohen Wurzel (das ist da, wo der Fernsehturm steht) hinter Wiesbaden</em></p>
<p>...und nach Norden über die Weinberge bis an den Taunus.<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0078.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0078.jpg?w=300" alt="" title="img_0078" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1681" /></a><br />
 <em>Bild #31: Blick von der Annakapelle über die Weinberge nach Norden</em></p>
<p>Gleich hinter der Kapelle gibt´s übrigens eine lustige Kunstinstallation, bei der man durch mehrere Fenrohre, auf deren Linsen Abbildungen berühmter Bauwerke zu sehen sind,...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0081.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0081.jpg?w=300" alt="" title="img_0081" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1682" /></a><br />
<em>Bild #32: "Tele-Visionen"</em></p>
<p>...einen Blick auf die Mülldeponie Wicker werfen kann:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0071.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0071.jpg?w=300" alt="" title="img_0071" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1683" /></a><br />
<em>Bild #33: Blick auf die Deponie Wicker. Leider nicht durch eines der Fernrohre - hab´ versucht, das zu fotografieren, und es ging gar nicht - stellt euch einfach das Taj Mahal zwischen den Müllhügeln vor, und ihr wisst, wie das aussieht...</em></p>
<p>Spätestens jetzt war ich eigentlich schon vollends zufrieden mit meiner Tour in die Flörsheimer Schweiz.<br />
Aber es kam noch besser: Von der Annakapelle führte ein Weg mitten über die Wiese hin zu dem seltsamen, baumartigen Konstrukt, das ich ja schon bei meiner Ankunft hier oben bewundert hatte, und das - soviel konnte ich jetzt sehen - offenbar eine Mischung aus Kunstwerk und Aussichtsturm war. </p>
<p>Wie geil ist das denn!?! </p>
<p>Da musste ich natürlich rauf, gar keine Frage!<br />
Also ein kleiner Abstecher in die Wiesen, mit einem letzten Gruß des langsam verschwindenen Regenbogens...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0086.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0086.jpg?w=225" alt="" title="img_0086" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1686" /></a><br />
<em>Bild 34: Der letzte Rest Regenbogen direkt über der Flörsheimer Warte. Wenn die irische Legende recht hat, müsste da also irgendwo ein Topf mit Gold zu finden sein...</em> ;)</p>
<p>...rüber zu dem faszinierenden Gebilde...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0089.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0089.jpg?w=225" alt="" title="img_0089" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1684" /></a><br />
<em>Bild #35: So sieht´s von näher aus</em></p>
<p>...das sich tatsächlich als eine großartige Kombo aus Kunstwerk und Aussichtsturm herausstellte, das "<a href="http://www.regionalpark-suedwest.de/index.php?id=61&#38;no_cache=1&#38;file=11&#38;uid=220">Der Eisenbaum</a>" heisst und eine meiner Meinung nach äußerst gelungene Installation zum Thema "Nature vs. Nurture" darstellt:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0091.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0091.jpg?w=225" alt="" title="img_0091" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1685" /></a><br />
<em>Bild #36: Infotafel am Eisenbaum</em></p>
<p>Wirklich der Wahnsinn heute: Faszinierendes Wetter, tolle Landschaft, die ganze Gegend voller cooler Skulpturen und Kulturdenkmäler, und hier stand ich jetzt am Fuß eines unglaublich coolen Aussichtsturmmetallbaumes, mit dem ich beim Start ganz bestimmt nicht gerechnet hatte.<br />
Ich war hin und weg!<br />
Was für eine großartige, ach was sag´ ich, was für eine geile Tour!!! :D</p>
<p>Als ich die Treppe des Eisenbaums betrat, reagierte der mit Vogelgezwitscher aus unsichtbaren Lautsprechern, das mich auf dem Weg nach oben begleitete:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0093.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0093.jpg?w=225" alt="" title="img_0093" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1687" /></a><br />
<em>Bild #37: Aufstieg auf den Eisenbaum</em></p>
<p>Oben fing dann auch noch eine freundliche Stimme an, irgendwas über Natur und den Eisenbaum zu erzählen, aber ich war viel zu begeistert, um zuzuhören. Stattdessen genoß ich einfach nur die uuuuunglaubliche Aussicht auf... na ja, auf Alles halt: </p>
<p>Nach Frankfurt, in Rheingau, zum Taunus...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0095.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0095.jpg?w=300" alt="" title="img_0095" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1688" /></a><br />
<em>Bild #38: Blick vom Eisenbaum nach Norden</em></p>
<p>...ins Ried...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0097.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0097.jpg?w=300" alt="" title="img_0097" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1690" /></a><br />
<em>Bild #39: Blick vom Eisenbaum nach Süden - in der Ferne ganz schemenhaft erkennbar: Der Melibokus!</em></p>
<p>...rüber zum Frankfurter Flughafen...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0101.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0101.jpg?w=225" alt="" title="img_0101" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1691" /></a><br />
<em>Bild #40: Blick vom Eisenbaum nach Osten</em></p>
<p>...runter auf die wogenden Wiesen des Hochplateaus...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0103.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0103.jpg?w=300" alt="" title="img_0103" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1692" /></a><br />
<em>Bild #41</em></p>
<p>...und sogar senkrecht nach unten zum Fuß des Eisenbaums<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0102.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0102.jpg?w=225" alt="" title="img_0102" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1693" /></a><br />
<em>Bild #42: "Whoa, ganz schön hoch!</em></p>
<p>Wie gesagt, das war alles einfach nur total großartig hier!!!</p>
<p>Weniger großartig war allerdings die Zeit: Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es inzwischen schon kurz vor Sechs war - und ich war ja um halb sieben zum Essen eingeladen, und hatte vor lauter Begeisterung und Gucken und Bilder Machen noch nicht mal die Hälfte der Strecke geschaft.<br />
Heidenei!<br />
Da musste ich wohl ´nen Zahn zulegen...</p>
<p>Also schweren Herzens runter vom Eisenbaum, und schräg über die Wiese zurück auf den Regionalpark-Weg (immer noch Magenta-Dreieck, heisst hier wohl auch "Landwehrweg"), dem ich in Richtung Flörsheimer Warte folgte. Nordostwärts oberhalb der Weinberge...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0105.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0105.jpg?w=225" alt="" title="img_0105" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1694" /></a><br />
<em>Bild #43</em></p>
<p>...durch ein weiteres kleines Wäldchen...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0106.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0106.jpg?w=300" alt="" title="img_0106" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1695" /></a><br />
<em>Bild #44</em></p>
<p>...an der Wickerbachaue entlang...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0109.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0109.jpg?w=300" alt="" title="img_0109" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1696" /></a><br />
<em>Bild #45</em></p>
<p>..und schließlich nochmal etwas bergauf auf den Geißberg hinter Flörsheim:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0111.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0111.jpg?w=225" alt="" title="img_0111" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1697" /></a><br />
<em>Bild #46</em></p>
<p>Der ist zwar nicht richtig steil, aber da ich inzwischen wegen der knappen Zeit ein sehr hohes Tempo lief (zumindest zwischen den Fotopausen ;) ), zog er doch ganz ordentlich rein.</p>
<p>Kurz vor der Warte erspähte ich zwischen den Bäumen rechts des Weges eine kleines Gebäude, das interessant genug aussah, um einen kleinen Abstecher zu rechtfertigen - also kurz runter vom Weg, ein paar Meter über einen gepflegten Rasen voller Eichhörnchen, und einmal rundrum - stellte sich als die "Kriegergedächtniskapelle" heraus, das lokale Mahnmal für die Gefallenen beider Weltkriege:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0119.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0119.jpg?w=300" alt="" title="img_0119" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1698" /></a><br />
<em>Bild #47: Kriegergedächtniskapelle über Flörsheim</em></p>
<p>Von hier aus dann noch eine letzter kleiner Anstieg durch die Weinberge hoch zur <a href="http://www.gg-online.de/html/floersheimer_warte.htm">Flörsheimer Warte</a>:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0118.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0118.jpg?w=225" alt="" title="img_0118" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1700" /></a><br />
<em>Bild #48: Flörsheimer Warte von Süden</em></p>
<p>Hübsch hier oben, und schon wieder mit großartiger Aussicht - die Anhöhe ist zwar weder hoch noch steil, aber es gibt einfach nichts, was den Blick nach Süden auf die Rheinebene versperrt.</p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0125.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0125.jpg?w=225" alt="" title="img_0125" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1730" /></a><br />
<em>Bild #49: Flörsheimer Warte von Nahem</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0124.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0124.jpg?w=300" alt="" title="img_0124" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1703" /></a><br />
<em>Bild #50: Da schau her - hier fängt schon der Rheingau an. Wie nahe das alles beieinander liegt...</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0127.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0127.jpg?w=225" alt="" title="img_0127" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1705" /></a><br />
<em>Bild #51: Löwenstatue am Fuß des Warteturms</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0122.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0122.jpg?w=300" alt="" title="img_0122" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1706" /></a><br />
<em>Bild #52: Blick von der Flörsheimer Warte nach Süden. Dieses Mal ist der Melibokus am Horizont etwas besser erkennbar (wenn auch immer noch nicht gut - das muss aber am Foto liegen, mit bloßem Auge war er glasklar zu erkennen)</em></p>
<p>Zeit zum Verweilen blieb allerdings keine, war einfach zu spät dran, außerdem näherte sich die Sonne schon langsam aber unaufhörlich dem Horizont.<br />
Nix wie weiter!</p>
<p>Weiter ostwärts, auf dem Panoramaweg am Rand des Höhenzuges über Flörsheim ostwärts in Richtung Wicker. Schönes Stück, eine Art Laubengang durch die Weinberge...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0134.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0134.jpg?w=300" alt="" title="img_0134" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1708" /></a><br />
<em>Bild #53: Panoramaweg westlich von Wicker</em></p>
<p>...mit einem großartigen Blick auf die Frankfurter Skyline, die in der Abendsonne schimmerte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0135.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0135.jpg?w=300" alt="" title="img_0135" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1710" /></a><br />
<em>Bild #54: Frankurt vom Panoramaweg aus. Auch hier wieder: Auf dem Foto viel schlechter zu erkennen als mit bloßem Auge</em></p>
<p>In Wicker, einem hübschen Dörfchen auf der Anhöhe, Wicker</a>, weiter auf dem Panoramaweg, entlang am südlichen Ortsrand, über die Strasse nach Flörsheim...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0139.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0139.jpg?w=225" alt="" title="img_0139" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1711" /></a><br />
<em>Bild #55: Strasse nach Flörsheim am Wickerer Ortsausgang. Rechts neben dem Schild am Horizont ist einmal mehr der Melibokus zu sehen</em></p>
<p>...dann geradeaus, an den letzten Häusern des Dorfs vorbei und weiter ostwärts, auf dem Panoramaweg durch die Felder auf dem Hügelrücken in Richtung Bad Weilbach.<br />
Angenehmes, schnelles Stück, auf dem ich richtig Tempo machen konnte (was auch immer bitterer nötig war, denn die Uhr näherte sich unerbittlich der 18:30-Marke, und ich hatte immer noch ein paar km vor mir).<br />
Linkerhand zog der mächtige Feldberg in der Ferne vorbei...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0146.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0146.jpg?w=300" alt="" title="img_0146" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1744" /></a><br />
<em>Bild #56: Aug´ in Aug´ mit dem Feldberg (der mit dem Türmchen drauf) - "Wart´ nur, dich krieg ich auch noch, mein Freund..."</em> :)</p>
<p>...und am Wegesrand grüßten einige weitere Skulpturen...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0144.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0144.jpg?w=225" alt="" title="img_0144" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1713" /></a><br />
<em>Bild #57: Die hier heisst "Himmelsleiter", das weiss ich noch</em></p>
<p><a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0145.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0145.jpg?w=225" alt="" title="img_0145" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1715" /></a><br />
<em>Bild #58: Wie die hier heisst, weiss ich allerdings nicht mehr</em></p>
<p>...und über mir donnerte immer mal wieder ein Flieger vom Frankfurter Flughafen durch den Abendhimmel:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0149.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0149.jpg?w=225" alt="" title="img_0149" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1717" /></a><br />
<em>Bild #59: Herrje, sind die hier noch niedrig! Kein Wunder, dass die Anwohner was gegen den Flughafenausbau haben!</em></p>
<p>Schließlich erreichte ich nach knapp einem km das obere Ende des <a href="http://www.regionalpark-rheinmain.de/default.asp?action=article&#38;ID=158#">Bad Weilbacher Kurparks</a>, wo ich hablinks am Dammwildgehege der Stadt Flörsheim vorbeilief...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0151.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0151.jpg?w=300" alt="" title="img_0151" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1718" /></a><br />
<em>Bild #60: Die Killerhirsche blieben gottseidank auf Distanz, so dass dieses Mal keine Risiko bestand, <a href="http://laufblog.wordpress.com/2008/08/17/nordlicher-odenwald-mit-ingo-ein-laufbericht-mit-fotos-162-km/">von einer der Bestien in die Hand gebissen zu werden</a>...</em> :lol: </p>
<p>...und dann rechts in den schon ziemlich finsteren Kurpark einbog, wo ich die Schwefelquelle am Faulborn passierte...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0155.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0155.jpg?w=300" alt="" title="img_0155" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1719" /></a><br />
<em>Bild #61: Hmm, müffelt ganz ordentlich nach faulen Eiern</em></p>
<p>... und dann im Eiltempo auf der total hübschen Platanenallee neben der Alleestr....<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0167.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0167.jpg?w=225" alt="" title="img_0167" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1720" /></a><br />
<em>Bild #62: Platanenallee in Bad Weilbach</em></p>
<p>..runter zur B519 zwischen Flörsheim und Weilbach rannte, wo ich rechts abbog und auf einem komfortablen Fußweg, der durch eine Dichte Buchenhecke von der Strasse abgeschirmt war...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0168.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0168.jpg?w=225" alt="" title="img_0168" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1721" /></a><br />
<em>Bild #63</em></p>
<p>...zurück ins abendliche Flörsheim rannte (übrigens im Semisprint, denn inzwischen war ich heillos zu spät, und malte mir schon aus, wie die hungrige Verwandschaft beisammesaß und auf mich wartete):<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0171.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0171.jpg?w=225" alt="" title="img_0171" width="225" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-1722" /></a><br />
<em>Bild #64: Zurück in Flörsheim</em></p>
<p>Dort dann im Eiltempo immer geradeaus, die Weilbacher Str. runter...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0172.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0172.jpg?w=300" alt="" title="img_0172" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1723" /></a><br />
<em>Bild #65: Weilbacher Str.</em></p>
<p>...durch die neue Unterführung unter der Bahnlinie durch...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0175.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0175.jpg?w=300" alt="" title="img_0175" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1724" /></a><br />
<em>Bild #66: Hier war früher noch ein beschrankter Bahnübergang...</em></p>
<p>...dann weiter auf der Bahnhofstr.,<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0176.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0176.jpg?w=300" alt="" title="img_0176" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1725" /></a><br />
<em>Bild #67: Bahnofstr.</em></p>
<p>...schließlich an einem nicht so richtig hübschen Wohnblock in der Arteblbrückstr. vorbei...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0180.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0180.jpg?w=300" alt="" title="img_0180" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1726" /></a><br />
<em>Bild #68</em></p>
<p>...runter ans Mainufer...<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0181.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0181.jpg?w=300" alt="" title="img_0181" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1727" /></a><br />
<em>Bild #69</em></p>
<p>...wo ich mich rechts wandte, und über den dämmrigen Parkplatz an der Uferstrasse zurück zum Auto sprintete. </p>
<p>Geschafft!<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/img_0188.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/img_0188.jpg?w=300" alt="" title="img_0188" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-1728" /></a><br />
<em>Bild #70: Selbsportrait in der Autoscheibe</em></p>
<p>Und mehr als 20 Minuten zu spät!<br />
Mist!<br />
In Windeseile am Auto umgezogen und frisch gemacht, dann stande pede zum nahe gelegenen <a href="http://www.karthäuser-hof.de/index.html">Restaurant Karthäuser Hof</a>, wo nicht nur die versammelte Verwandschaft, sondern auch ein überaus leckeres Fleischgericht in Knoblauch-Schafskäsesoße meiner harrten. </p>
<p>WOW! Ganz tolle Tour!<br />
Nicht nur, dass ich ein unglaubliches Glück mit dem spektakulären Wetter hatte, die Gegend um Flörsheim (vor allem natürlich die Flörsheimer Schweiz) ist auch viel hübscher, als ich das erwartet hätte - eine perfekte Mischung aus abwechlungsreicher Natur- und Kulturlandschaft, die ein bisschen an Rheinhessen erinnert, aber nicht ganz so leer und einsam ist (kein Wunder, so mitten drin im Rhein-Main-Gebiet). Dazu diverse Sehenswürdigkeiten und Kunstwerke direkt am Wegesrand, ergänzt durch gute Markierungen und ein reichhaltiges Informationsangebot - da kann ich nur sagen: Daumen hoch, hier läuft sich´s super! :)</p>
<p>Strecke: 11,4 km<br />
Zeit: 1:04 h reine Laufzeit (= 10,69 km/h bzw. 5:37 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: <strong>100%!!! YAAAY!!!</strong> :D<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/florsheim.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/florsheim.jpg?w=128" alt="" title="florsheim" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1742" /></a></p>
<p>Karte mit den Entstehungsorten der Bilder:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/10/florsheimbilder.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/florsheimbilder.jpg?w=128" alt="" title="florsheimbilder" width="128" height="93" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1745" /></a></p>
<p>M.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vom Winde verweht bei Pfungstadt (10,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/?p=1630</link>
<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 20:14:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.nl.wordpress.com/2008/10/01/vom-winde-verweht-bei-pfungstadt-108-km/</guid>
<description><![CDATA[Neulich hab´ ich noch geschrieben, dass ich lieber bei Wind und Regen laufen würde, anstatt an ein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich hab´ ich noch geschrieben, dass ich lieber bei Wind und Regen laufen würde, anstatt an einem stillen, öden, grauen dumpfen Langweilertag.</p>
<p>Heute konnte ich´s beweisen.</p>
<p>Pünktlich zum Oktoberanfang war nämlich auch der Herbst angekommen, und der hatte schwere, tiefe Regenwolken mitgebracht, die im Eiltempo über den finsteren, bleigrauen Himmel hetzten, getrieben von einem warmen aber extrem stürmischen Südwestwind.<br />
Zugegeben: Dumpf und still und öde war´s heute nicht - aber so richtige Lauflaune wollte angesichts des feuchtfinsteren Herbststurms auch nicht aufkommen. </p>
<p>Aber ich musste raus, nachdem ich gestern schon wieder geschwänzt hatte (notgedrungen, nach dem ich gestern morgen beim Gassigehen mit Nemo in ein Kaninchenloch getreten war, und mir dabei wieder mal leicht den rechten Knöchel verdreht hatte - da geh´ ich keine Risiken mehr ein).<br />
Da eine Tour im Wald bei diesem Wetter weder besonders reizvoll noch besonders sicher gewesen wäre (Sturm + Wald = Nicht gut), entschied ich mich dafür, wieder mal eine Runde durch die weiten, leeren Felder zwischen Erlensee und Pfungstadt zu drehen - das versprach angesichts des Wetters eine stimmungvoll-exquisite Tristesse, auf die ich heute irgendwie Lust hatte. </p>
<p>Also: Plänchen gemacht (mit Sightseeing - heute würde ich mir endlich mal die praktisch nicht mehr vorhandenen Reste der alten Burg am Wellberg anschauen, die in unspektakulärer Lage mitten in den Rübenäckern östlich der Autobahn schon lange ihrer offiziellen Laufblog-Entdeckung harren), in die langen Laufklamotten gehüpft (war zwar relativ warm, aber bei Sturm und Regen ist es erfahrungsgemäß angenehmer, etwas besser verpackt zu sein), den Nemo geschnappt (der musste eh nochtmal weg), und los ging´s. </p>
<p><!--more--><br />
Start an der Abzweigung zum Naturfreundehaus Pfungstädter Moor, direkt neben der L3303 zwischen Pfungstadt und der A5 (hier war übrigens überraschend viel los: Neben meinem Corsa standen hier noch drei andere Autos rum, in zwei davon saß jeweils eine gelangweilt wirkende Dame rum - hatte irgendwie was Strassenstrichiges, da machten wir uns lieber schnell davon...).</p>
<p>Von hier aus kurz die L3303 in Richtung Pfungstadt hoch.<br />
Blödes Stück<br />
Vom seit Jahren angekündigten Radweg zwischen Pfungstadt und Jugenheim ist nach wie vor nichts zu sehen, also muss man direkt am Strassenrand entlang. Schon so nicht besonders angenehm, mit Hund gleich noch ein bisschen unangenehmer - besonders wenn der Köter anscheinend einen unruhigen Tag hat und total unkonzentriert ist: Nemo zickte, zerrte und zog überallhin, nur nicht dahin, wo er sollte. Na das konnte ja heiter werden...</p>
<p>Nach 80 m. rechts über die Strasse, auf der anderen Seite dem Radweg 17 geradeaus in den knarzenden, ächzenden Kiefernwald. Bei der nächsten Gelegenheit links, am Schützenhaus vorbei ("Biergarten geöffnet" verkündete hier ein Schild - na wer sich an so einem Tag in den Biergarten hockt, der hat´s nicht besser verdient...), dann ein wegloses Stück über die Wiese neben der L3303, rechts um eine üppig beflorate Kleingartenanlage rum, dann wieder links, und auf einem ziemlich popligen Feldweg parallel zur Landstasse bis zum Südrand von Pfungstadt.<br />
Übrigens mit ganz vielen Mikropausen zum Beinheben, Schnüffeln, Dumm Glotzen, und Hundehaufen Strategisch Positionieren.<br />
Einer von uns hatte heute einen entschieden zu laschen Laufwillen mitgebracht...</p>
<p>In Pfungstadt links an die Bergstrasse, der ein Stück in Richtung Stadtmitte gefolgt, nach 150 m. links in den Rollweg rein, und schließlich rechts auf einen Weg, der zwischen endlosen Äckern und den letzten Häusern des Ortes nordwärts führt. Hier versuchte dann mal, Nemo von der Leine zu lassen.<br />
Klappte super, zumindest die ersten 5 Meter.<br />
Dann begegneten uns eine Sammlung faszinierenden Grasbüschel, eine total spannende Pfütze, und zu guter letzt auch noch zwei andere Hunde, und es war schon wieder Pause.<br />
Seufz.</p>
<p>Immerhin: Nachdem das alles durch war (= nachdem ich meinen störrischen Laufpartner mit sanfter Gewalt ein paar hundert Meter weiter gezerrt hatte), ging´s halbwegs, und wir konnten dem Ortsrand ohne größere Störungen bis an die Modau folgen. Dort bogen wir dann links ab und folgten dem Flüsschen westwärts, an der Kläranlage und dem städtischen Betriebshof vorbei in die Felder westlich der Stadt.</p>
<p>Ab hier wurde es dann erwartungsgemäß schaurig: Endlose graubraune Stoppeläcker soweit das Auge reichte, spärlich beleuchtet von einem schwachen, fahlen Licht, das seltsam diffus aus dem bläulich-grauen Himmel mit seinen turmhohen, erdrückenden Wolkentürmen heraussickerte.<br />
Einerseits schon trist, aber eben auf eine spektakuläre Art und Weise, das gefiel mir schon fast wieder irgendwie.<br />
Weniger gefällig war allerdings der Wind.<br />
Der war heute wirklich extrem stark.<br />
Und er kam aus Südwesten. Also genau der Richtung, in der wir nun liefen.<br />
Massiver Gegenwind.<br />
Ach, was sag´ ich:<br />
Massiver Gegensturm!<br />
Da war jeder Schritt ein Kampf gegen die tosenden Luftmassen, die einen mit fetten, vereinzelten Regentropfen und Dreck bombardierten, Schleim- und Netzhäute austrockneten, und geradewegs bis ins Hirn zu blasen schienen. Besonders fies waren die Böen, die mir mehrmals fast die Mütze vom Kopf gerissen hätten (dummerweise hatte ich die heute aufgesetzt, um meine Brille vor Regen zu schüten - half natürlich gar nix, stattdessen musste ich sie unangenehm eng machen und bewusst tief ziehen, um sie überhaupt aufbehalten zu können), und mich einmal sogar fast in die Modau geblasen hätte.<br />
Eine echte Herausforderung! Machte Spass...</p>
<p>So kämpften wir uns also fast zwei Kilometer auf dem einsamen, grasigen Pfad am Ufer der grünbraunen Modau westwärts, verschreckten einen riesigen Krähenschwarm (dessen Fluchtversuch gehörig daneben ging: Der Wind war so stark, dass die Vögel nicht davonfliegen konnten, sondern ein paar Sekunden bewegungslos in der Luft flatterten, bevor sie seitwärts weggeblasen wurden), passierten nach einer kleinen Ewigkeit die Rückseite der alten Ziegelei an der Strasse nach Hahn, und erreichten schließlich die Hahnmühle kurz vor der A67. </p>
<p>Hier dann links, auf einem asphaltierten aber namenlosen Weg in südlicher Richtung mitten rein ins endlose Ackerland östlich der Autobahn (weiterhin Gegenwind, wenn auch etwas schräger), nach einem halben Kilometer dann ein Schlenker nach links. Noch ´ne kurze Pause, um Nemo von einer etwas verlorenen wirkenden Landwirtin loszueisen, die einen der Äcker harkte und ihn offensichtlich total faszinierte, dann wieder rechts  auf einen kleineren Feldweg, auf dem wir direkt an der <a href="http://blog.winenheim.de/2007/06/03/">alten Burg am Wellberg</a> vorbeikamen.<br />
Musste ich mir selbstverständlich genauer betrachten (wenn der Hund ständig rumtrödelt weil er was interessant findet, darf ich das ja wohl auch mal, oder?): Viel zu sehen gab´s allerdings nicht: Ein flacher, runder Hügel umgeben von Rübenäckern, mit viel Gras und ein paar Obstbäumen drauf, das war´s auch schon. Nicht ganz so spektakulär wie das Auerbacher Schloss oder der Frankenstein, aber was Besseres würden wir heute wohl nicht aus der Nähe zu sehen kriegen (aus der Ferne allerdings schon, denn die Bergstrasse mit Melibokus und Frankenstein war gestochen scharf am Horizont zu erkennen). </p>
<p>Nach kurzer Begutachtung machten wir uns wieder auf die Socken (zumindest ich, Nemo hatte keine an). Weiter nach Süden, bis zum nächsten größeren Asphaltweg, dem dann mehr als 1,5 km zurück nach Osten gefolgt. Nun mit Rückenwind, der war allerdings auch nicht besonders angenehm: Es bliess so heftig von hinten, dass ich mich regelrecht dagegen stemmen musste, um nicht vornüber geworfen zu werden, und der arme Nemo war schon nach wenigen Metern vollkommen zerzaust und windgebeutelt (was irgendwer ein bisschen ulkig aussah - ich sagte aber nichts, sonst wäre er vielleicht beleidigt gewesen ;) ). </p>
<p>Nach etwas über einem Kilometer passierten wir den einsam daliegenden Falkenhof nebst riesiger Gänseherde (warten auf Sankt Martin...), und bogen schließlich hinter dem Fasanenhof scharf rechts in Richtung Erlensee ab.<br />
Wieder mal ein eher schlechter Feldweg durch offenes Ackerland, wieder mal nach Südwesten.<br />
Hier war wieder Gegenwind. Und der war inzwischen so stark, dass ich kaum noch vorankam.<br />
Mütze ab und weit vornübergebeugt, schnaufend, unter größten Anstrengungen gegen den Sturm, immer mit einem Auge auf dem Hund, um sicherzugehen, dass er nicht weggeweht würde (wurde er natürlich nicht, denn er ist windschnittiger und bodennäher als ich, und ein Hurrican war das hier dann ja doch nicht).<br />
Hehe, das machte echt Laune...</p>
<p>Nach ein paar hundert Meter erreichten wir eine Hecke am Fedlrain, die zumindest den schlimmsten Sturm etwas abhielt, und in deren Windschatten wir noch einen halben Kilometer weiter nach Süden liefen, geradewegs auf den herbstlich-braunen Hügel der ehemaligen Kreismülldeponie zu, der sich am Rand des Pfungstädter Moors in beeindruckender Größe erhebt. Kurz davor links, durch die Felder bis zum Naturfreundehaus (am Wegrand äste hier eine überraschend große Ziegenherde, der ich im Vorbeilaufen nochmal freundlich zunickte), dort dann links die Strasse hoch und zurück zum Auto.</p>
<p>Lauf bei Sturm und Regen: Absolviert. Und das eigentlich sogar recht gut, denn im Nachhinein war´s nicht nur weit weniger deprimierend und eintönig als erwartet, sondern hat eigentlich sogar richtig Spass gemacht...</p>
<p>Strecke: 10,8 km<br />
Zeit: 1:03 h (= 10,29 km/h bzw. 5:50 min/km)<br />
Anteil der noch nie gelaufenen/gebloggten Passagen an der Gesamtstrecke: 88,06% (9,51 km von 10,9 km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/pfungstadter-windrunde.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/10/pfungstadter-windrunde.jpg?w=128" alt="" title="pfungstadter-windrunde" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1740" /></a></p>
<p>M.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wochenabschlusslauf aufs Alsbacher Schloss (8,4 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/?p=1618</link>
<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 20:42:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.nl.wordpress.com/2008/09/28/wochenabschlusslauf-aufs-alsbacher-schloss-84-km/</guid>
<description><![CDATA[Ok. Nachdem ich ja gestern nicht den geplanter 15er gelaufen war, sondern nur einen schnellen 10er, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ok. Nachdem ich ja gestern nicht den geplanter 15er gelaufen war, sondern nur einen schnellen 10er, fehlten mir noch ein paar (genauer gesagt: 4,7) Kilometer bis zum Wochenziel.<br />
Die musste ich also heute noch schnell runterlaufen. </p>
<p>Nun sind 4,7 Kilometer keine besonders gute Distanz.<br />
Das ist einfach zu kurz - da ist man durch, bevor man sich überhaupt erst richtig warmgelaufen hat, und es dauert weniger als eine halbe Stunde, da kann man´s eigentlich auch gleich lassen.<br />
Also lieber ein klein wenig länger und dafür halbwegs anständig.  </p>
<p>Deshalb der Plan für heute: Irgendwie so halbwegs ein bisschen von Zuhause aus in den Wald, aufs Alsbacher Schloss, und wieder zurück. Mehr als 5 km, weniger als 10, das sollte ungefähr klappen. </p>
<p>Einziges Problem: Jedes Mal, wenn ich loswollte, klingelte das Telefon und irgendwelche Freunde riefen an. Nicht dass ich was dagegen hätte, im Gegenteil: Da kann man sich mal das eine oder andere von der Seele plaudern und erfährt, dass der R. aus M. sich einen Bänderriss geholt hat (Und auch noch am Sprunggelenk! URK!) oder dass Familie C. heute Benno den Nasenbären besucht hat und dass das schön war - aber zum laufen kommt man dabei halt irgendwie nicht.</p>
<p>Entsprechend war es dann auch schon kurz vor Sieben, bevor ich endlich aufbrach - vor ein paar Wochen wäre das noch kein Problem gewesen, aber Ende September ist das schon relativ kurz vor Sonnenuntergang. Da würde ich mich ranhalten müssen, um nicht völlig in die Nacht zu geraten.<br />
Immerhin war´s auch schon recht frisch und angenehm, also schnappte ich mir am Hoftor noch kurzentschlossen den Nemo und nahm ihn mit - auch Hunde brauchen schließlich hin und wieder ein bisschen Sport. </p>
<p><!--more--><br />
Erstmal wie immer hoch in den Wald. Jossastr., Burgenweg (Blaues B), Merck´scher Wasserturm, dann den Pürschweg (SJ2) in Richtung Melibokus hoch.<br />
Schon ganz schön dämmrig und kühl, aber die Vögel sangen noch, war also offenbar noch nicht Nacht... </p>
<p>Lief übrigens nicht so richtig super: Die Tempotour von gestern steckte mir noch ziemlich in den Knochen. Machte sich mit etwas weniger Atem als gewöhnlich, schweren Beinen und sogar ein bisschen Muskelkater (in der... Bauchmuskulatur?! Das war irgendwie seltsam...) bemerkbar, entsprechend fiel mir der moderate Aufstieg auf dem Pürschweg ein klein wenig schwerer als sonst.<br />
Gut, dass ich Nemo dabeihatte, der immer mal wieder ein bisschen am Wegrand rumtrödelte ("Oooh, ein Stock!", "Ooooh, ein Stein!", "Ooohohoho, ein Urinmarker!" Sagte er natürlich nicht, aber man konnte sehen, dass er es meinte... ;) ), und mir dadurch die perfekte Ausrede für das eine oder andere kleine Verschnaufpäuschen lieferte - Der Hund ist und bleibt nun mal der beste Freund des Joggers... :D</p>
<p>An der Darsbergwiese der obligatorische Blick nach rechts, das breiten Tal runter durch die Bäume auf die Rheinebene. Total diesig, miese Fernsicht. Tagsüber macht das nicht viel her, so gegen Sonnenuntergang wird´s aber ein großartiger Anblick, wenn sich die Strahlen der untergehenden Sonnen im Dunst verfangen und den weiten Himmel in eine Wand aus herrlich warmen oranger-gold-rosafarbenem Licht verwandeln, die wunderschön über der bereits in blaue Abendschatten gehüllten Ebene erstrahlt.<br />
Schööööön. </p>
<p>Leider keine Zeit zum Geniessen, wir wollten ja vor Einbruch der Nacht aus dem Wald raus sein, also weiter aufwärts, vorbei an der Darsberghütte, dann nach 300 m. rechts, auf den unmarkierten und namenlosen Waldweg, der unterhalb des Hohe-Stich-Wegs runter zur Hoboken-Hütte führt.<br />
Aufstieg zu Ende, das fanden der hechelnde Nemo und der hechelnde Matthias unisono angenehm. </p>
<p>Die ersten paar hundert Meter des Weges führen durch ganz dichten Nadelwald. Der lässt selbst tagsüber wenig Licht durch, um diese Uhrzeit herrschte hier schon Rabennacht.<br />
Da war Vorsicht geboten, bloss nicht umknicken oder stolpern, das hätte schmerzhaft werden können. Dann das lichte, offene Tal unterhalb des Hohe-Stichweg, hier ging´s wieder. Wunderbar grasig-weicher Untergrund, rechts durch die Bäume nochmal ein Blick auf das grandiose Spektakel des Sonnenuntergangs (merke: Die schönsten Sonnenuntergänge gibt´s nicht an klaren Tagen, sondern an solchen, die diesig sind, da bricht und sammelt sich das Licht, das sonst einfach nur abfliesst). </p>
<p>Und wieder rein in den finsteren Wald am Ende des Tals, rechts die gelbe 4 zur nahen Hoboken-Hütte, dort dann auf der gelben 2 runter ins Tal unter dem Alsbacher Schloss ("Eselsgrund"?), wessen Südwand wir auf der gelben 9 bis zum Freizeitgelände vor den wuchtigen Burgmauern folgten.<br />
Dabei begegneten uns übrigens überraschend viele (3? 4?) andere Jogger, die ich allesamt sehr sympathisch fand - keine superfitten Laufgerippe, sondern schnaufende, freundliche Herren in mittleren Jahren und Trainigsanzügen, die sich in der Dämmerung den Berg hoch schleppten, und trotzdem allesamt die Zeit fanden, freundlich zu grüßen. Das mag ich :) . </p>
<p>Inzwischen war die Sonne längst hinter dem Horizont verschwunden, und das Licht, dass zwischen dem dichten Laubwerk durchdrang, wurde immer spärlicher, entsprechend hielten wir uns nicht mit dem Schloss auf, sondern liefen geradewegs über den Spielplatz und schlidderten dann die steile Böschung runter (Vorteil: Nemo. Mit vier Beinen und einem niedrigen Schwerpunkt schliddert sich´s entschieden besser), auf den Schloss-Weg (gelbe 2), der unterhalb vom Schloss nach Alsbach führt.</p>
<p>Den nahmen wir dann. Junger, dichter Hangwald, der das spärliche Restlicht fast vollkommen wegfilterte, entsprechend war´s Stockdunkel, der Weg nur noch schemenhaft als graues Band in der Finsternis erkennbar.<br />
Vooorsichtig. </p>
<p>Und dann Alsbach. Vom Wald aus in die Hindenburgstr., die - wie ich schon mehrfach erwähnt habe - meiner Meinung nach einer der besten Wohnlagen an der Bergstrasse ist: Hoch oben über der weiten, herrlichen Rheinebene, an einem Hang, der so steil ist, dass man von den teils dreigeschossigen Häusern unterhalb des Weges von der Strasse aus nur das Dach sehen kann (und übrigens sind die meisten dieser Häuser etwas älter, was bedeutet, dass sie hübsch und unprätentiös wirken, und nicht die geschmacklosen Neureichenpaläste sind, die man da heutzutage hinbauen würde) - das ergibt eine grandiose, bedrückend schöne Aussicht, um die man die Bewohner der Hindenburgstrasse nur beneiden kann.<br />
Selbst im Vorbeilaufen wunderschön: Am Himmel noch der letzte feuerrote Nachhall des Sonnenuntergangs, unten in der Ebene hingegen schon die Nacht, in der die Tausenden Lichter der Riedorte und Rheinhessens wie Diamanten funkelten (sorry, normalerweise versuche ich ja sachlich zu bleiben, aber das ist so schön, das kann man schon mal in pseudolyrisch-kitschiges Fahrwasser geraten... ;) ). </p>
<p>Hier ging´s dann auch wieder mit der Sicht, denn die Strassenlaternen brannten schon: Hindenburgstrasse entlang, dann links die steile, schöne Schlossstr. runter, und schließlich durchs dämmrige-abendliche Alsbach nach Hause (Kirchstr., Lindenstr., Am Katharinenberg, Jugenheimer Str., Blütenweg im Feld). </p>
<p>Kleine, netter Tour. Etwas anstrengend, aber das lag mehr an den Nachwirkungen von gestern als an der heutigen Route. Nemo war recht diszipliniert und hat gut mitgehalten. Und der Wald bei/nach Sonnenuntergang ist einfach nur wunderschön - wenn bloss das Verletzungsrisiko nicht so hoch wäre...</p>
<p>Strecke: 8,4 km<br />
Zeit: 0:56 h (= 9 km/h bzw. 6:40 min/km)<br />
Neue Strecke: 0%<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/09/kleine-schlosstour.jpg"><img src="http://laufblog.wordpress.com/files/2008/09/kleine-schlosstour.jpg?w=128" alt="" title="kleine-schlosstour" width="128" height="92" class="alignnone size-thumbnail wp-image-1621" /></a></p>
<p>M.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[wunderbare welt des joggens]]></title>
<link>http://redders.wordpress.com/?p=1248</link>
<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 09:16:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>redder</dc:creator>
<guid>http://redders.nl.wordpress.com/2008/09/28/wunderbare-welt-des-joggens/</guid>
<description><![CDATA[vom balkon meiner freundin sehe ich direkt auf einen spazierweg. sonntagmorgens um sieben, wenn ich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>vom balkon meiner freundin sehe ich direkt auf einen spazierweg. sonntagmorgens um sieben, wenn ich meine erste zigi und meinen ersten kaffee zu mir nehme, stehe ich also da draussen und schaue auf den weg runter.</p>
<p>da sind keine spaziergänger. da sind jogger. nicht etwa leicht angefettete mittvierziger, sondern junge menschen, die nicht von drohendem, cholesterinbedingten herzinfarkt aus dem bett und auf die piste genötigt werden.</p>
<p>es sind junge menschen, die in ihren unsäglich farbigen, enganliegenden  joggingklamotten den wunderbaren weg entlang hetzen. menschen, die noch gesund sind, die um diese zeit mit ihren liebsten im bett liegen und krümel von gipfeli auf den kissen verteilen sollten. ganz bestimmt sollten sie nicht in der kälte bis an die schmerzgrenze sport betreiben. was ist nur los mit unserer welt? gestählter geist in gestähltem körper? irgendwie erinnert mich das an die mittelalterliche selbstkasteiung gewissen katholischer orden. aber selbst diese masochistischen mönche blieben für ihr leiden in ihren warmen zellen.</p>
<p>nun kommen mir die fanatischen jogger immer wieder mit "joggen als mentale herausforderung". naja, sag ich dann, geradeauslaufen als mentale herausforderung hätte vielleicht den homo australicus noch beeindruckt, obwohl das geradeauslaufen auch damals schon zu den skills der breiten bevölkerung zählte.</p>
<p>meditative tiefe? da halt ichs lieber mit den buddhisten. die setzen sich auf ein kissen und versinken in meditative tiefe, ohne einen finger zu rühren...</p>
<p><a href="http://redders.files.wordpress.com/2008/09/pferdle-jogger-3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1249" title="pferdle-jogger-3" src="http://redders.wordpress.com/files/2008/09/pferdle-jogger-3.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[50 min-Marke auf 10 km geknackt (10,1 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/?p=1616</link>
<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 19:46:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.nl.wordpress.com/2008/09/27/50-min-marke-auf-10-km-geknackt-101-km/</guid>
<description><![CDATA[Schöner, warmer Herbsttag, wollte die Woche eigentlich mit einem ruhigen 15er im Ried ausklingen la]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Schöner, warmer Herbsttag, wollte die Woche eigentlich mit einem ruhigen 15er im Ried ausklingen lassen.<br />
Aber dann beschloss ich spontan, dass ich mir heute ein bisschen weh tun wollte.<br />
Gibt so Tage, da muss das sein.</p>
<p>Wie tut man sich beim Laufen weh?<br />
Ganz einfach: Tempo.<br />
So schnell wie geht und so lange wie geht, dann wird´s irgendwann von ganz alleine schmerzhaft...</p>
<p>Wo?<br />
Standardtempostrecke: Seeheim, Schuldorf, Bickenbach, Alsbach.</p>
<p>Start am frühen Abend, Sonne schon tief, lange schatten, frisch.<br />
Nordwärts durch Jugenheim, von Anfang mit sehr hohem Tempo.<br />
Pauerweg, Hauptstr., Seeheimer Str.<br />
Atmung tief, schon nah am Limit, Beine gut.</p>
<p><!--more--><br />
Dann Seeheim: An der Feuerwehr vorbei, Margaretenstr., dann links die Heinrichstr. runter, über die Strassenbahn und durch den "Böhl" zum Ortsausgang richtung Stockstadion. Ein paar hundert Meter Gefälle, gut zum Atemholen.</p>
<p>Am Stockstadion vorbei und ins Schuldorf. Leicht bergauf, anstrengend. Atem schon knapp. Geht aber noch. Blick auf die Uhr: Sieht gut aus, weiter.</p>
<p>Durchs Schuldorf, 18er Bau, Internationale Schule, Sandstrasse an den Tennisplätzen vorbei bis zur L3103. Ein Dritter der Strecke, so langsam wird´s unangenehm: Weniger Luft, Sodbrennen, Beine etwas schwer.<br />
Gut.</p>
<p>Über die Stasse auf den Saar-Rhein-Main-Weg (gelbes Plus), durch den Kiefernwald runter an die B3. Am Anfang ganz leichte Steigung, heute merke ich sie. Aber sonst wenig, Tunnelblick stellt sich ein.</p>
<p>B3. Uhr sagt: 19 Minuten unterwegs. Und schon über 4 km. Schnell!<br />
Aber kann ich durchhalten?<br />
Ist mir egal. Weiter.</p>
<p>Hinter der B3 die lange Schneise nördlich von Bickenbach. Hügelig. Bergab gut, bergauf weniger. Dann die L3303. Kein Verkehr, einfach rüber, Felder vor Bickenbach.<br />
Unebener Feldweg, läuft sich schlecht bei dem Tempo.<br />
Atem stossweise, Puls rast, leichter Druck auf der Brust, Beine beschweren sich.<br />
Gut.</p>
<p>Weiter bis an die Gleise, dann links, am Bahnhof vorbei kurz durch Bickenbach durch, dann "Auf der alten Bahn" weiter nach Süden durch die Felder.<br />
Asphalt, etwas zu hart, aber wenigstens eben. Mehr krieg ich eh nicht mit, denn mir geht ernsthaft die Puste aus. Egal. Geht noch.</p>
<p>Über die Berta-Benz-Str., dann der unmarkierte Feldweg zwischen Gleisen und B3. Altes Ehepaar mit Fahrrädern beim Nüsse suchen, kostet etwas Tempo. Dann auch noch ein offener Schnürsenkel. Muss anhalten, binden. Höhere Gewalt, Stoppuhr kurz aus. Zum Atemholen reichen die 30 Sekunden in der Hocke eh nicht. Schade eigentlich, denn ich hab´ kaum noch Luft.</p>
<p>Dann hoch an die B3, kurz rechts, dann beim Wolf in den Weilerweg Richtung Alsbach. Weiterhin extrem schnell. Sodbrennen schlimmer, Beine brennen auch, Atmung kurz vor dem Gau. Mir egal: Los, komm, weiter du Weichei!</p>
<p>Auf halber Strecke zwischen Bickenbach und Alsbach links, Feldweg zum Beuneweg. Keuchend, nicht mehr trittsicher aber schnell. Bis ich auf einmal einen großen runden Stein erwische.<br />
Der rutscht unterm Fuß weg, mich haut´s hin.<br />
Bauchlandung am Wegrand. Doldenartige Büsche federn meinen Fall, nur ein paar kleine Schrammen. Aber für die wacklige Kondition ist es Gift - der Aufprall drückt die Luft aus meinen Lungen, Rhythmus im Arsch, sehe bunte Punkte.<br />
Stoppuhr kurz aus.<br />
Liege keuchend da. 15, 20 Sekunden.<br />
Dann kämpfe ich mich wieder auf die Beine. Uhr sagt: Noch ca. 10 Minuten. Und ich bin schon fast da.<br />
Schaff ich! Weiter! Quäl´ dich, du Sau!</p>
<p>Jetzt wird´s richtig hart. Nach dem Sturz ist eigentlich Sense, bin sofort wieder völlig ausser Atem.<br />
Beisse mich durch, ignoriere den Druck auf der Brust, den Sauerstoffmangel, die schwache Übelkeit, die rumorenden Beine, den leichten Schwindel.<br />
Laufe nur noch im Autopiloten, alles tut weh, krieg´ kaum noch was mit.<br />
Gut.</p>
<p>Am Beuneweg rechts, dann links, neben den Bahngleisen nordwärts durchs Feld. Auf, ab, pfeife aus dem letzten Loch. Uhr sagt: 42 Minuten unterwegs. Also noch acht. Und schon fast daheim.<br />
Schaff ich!</p>
<p>Am Übergang rechts, über die Gleise, dann über die L3100. Noch ein halber Kilometer. 44 Minuten,<br />
noch sechs Minuten bis zur 50-min Marke...<br />
Unter Aufbietung der allerletzten Kräfte quäle ich mich den Hang hoch.<br />
Muss Tempo rausnehmen.<br />
Nicht steil, nicht weit, aber es ist einfach nix mehr übrig: Keine Luft, keine Kraft, keine Ausdauer.<br />
Nur leichte Schmerzen überall, davon sind genug da. Aber die helfen nicht so richtig.</p>
<p>Also langsamer, bis hoch auf den Blütenweg. Fast da, nur noch schnell links, noch 250 m. ebenes Gelände.<br />
Spurte noch mal. Fühlt sich schlimm an.<br />
Gut so!</p>
<p>Und dann bin ich da.<br />
Stoppuhr zeigt 48 Minuten und 24 Sekunden.<br />
Rekord.<br />
So schnell bin ich die 10 km noch nie gelaufen.<br />
Hat weh getan.<br />
Und jetzt fühle ich mich fertig, matt und ein bisschen leer.<br />
Gut so...</p>
<p>Strecke: 10,1 km<br />
Zeit: 00:48:24 h (= 12,52 km/h bzw. 4:47 min/km)<br />
Karte:<br />
<a href="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/temporunde-um-bickenbach.jpg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-502" src="http://laufblog.files.wordpress.com/2008/05/temporunde-um-bickenbach.jpg?w=128&#38;h=93&#38;h=93" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p>M.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hinterm Melibokus nach Zwingenberg (12,8 km)]]></title>
<link>http://laufblog.wordpress.com/?p=1606</link>
<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 20:51:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>matbs</dc:creator>
<guid>http://laufblog.nl.wordpress.com/2008/09/25/hinterm-melibokus-nach-zwingenberg-128-km/</guid>
<description><![CDATA[Heute Abendessen mit der Verwandschaft im Rebehnhof in Zwingenberg. Sowas ist ja immer eine gute Geg]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Abendessen mit der Verwandschaft im <a href="http://www.echo-online.de/kultur/detail.php3?id=265415">Rebehnhof</a> in Zwingenberg. Sowas ist ja immer eine gute Gegelegenheit, um vorher noch einen kleinen bis mittleren Lauf einzuschieben.<br />
Also am späten Nachmittag das Rucksäckchen mit Handtuch, anständigen Klamotten und viel Deo gepackt und bei meinen Eltern zur Mitnahme deponiert, und los ging´s. </p>
<p>Natürlich nicht auf direktem Weg - von zuhause bis zum Rebenhof sind´s gerade mal 3,5 km, das ist natürlich viel zu luschig. Stattdessen hatte ich mir vorgenommen, von Jugenheim aus um den Melibokus herum zu laufen, in Auerbach abzusteigen, und quasi von hinten nach Zwingenberg einzulaufen. 12 bis 13 knackige Bergkilometer, das klang schon besser. </p>
<p>Auch heute kein besonders schönes Wetter - wieder so ein grauer, öder, dröger, Blah-Tag mit diffusem, trüben Licht und einer geschlossenen Decke aus tiefhängenden bleigrauen Wolken, die sich keinen Zentimeter rührten. Dazu wieder kühl und etwas feucht. Ideales Laufspasswetter sieht anders aus...<br />
Aber gut, liess sich nicht ändern, musste ich jetzt durch.</p>
<p><!--more--><br />
Zuerst die Standartroute in Richtung Melibokus: Jossastr. hoch zum Wald, Burgenweg im Darsbergtal, am Wasserturm vorbei, dann den rechts Pürschweg (SJ2) hoch. Der Wald wirkte finster, still, unfreundlich, aber immerhin war die Steigung nach der Flachlandtour gestern sehr angenehm zu laufen (mal was anderes als der harte, doofe Asphalt).<br />
Aufwärts. Am Darsbergtal entlang, durch die Darsbergwiese (normalerweise gibt´s hier ja immer einen schönen Blick in gen Taunus, heute war´s aber so graumilchigdiesig, dass selbst Pfungstadt kaum zu erkennen war. Bah.), dann oberhalb der Jossa zur Darsberghütte, die ich nach ca. 20 Minuten Aufstieg erreichte.<br />
Fazut bisher: Form gut, Laufspass gedämpft.<br />
Besser als nix. </p>
<p>An der Darsberghütte lief ich nicht weiter den Pürschweg hoch, stattdessen wechselte ich hinter der Hütte auf die Kattenberger Schneise (gelbe 7), die als Trampelpfad parallel zum Pürschweg durch den Wald auf dem Bergkamm verläuft. Bisschen steil, bisschen rutschig, aber dadurch auch etwas anspruchsvoller und abenteuerlicher als der gemütliche olle SJ2. Nach knapp 350 m. links - runter vom Kamm, auf den einzig joggbaren Pfad auf der einsamen, wilden Ostseite des nördlichen Melibokusmassivs.<br />
Alter Hochwald, rumpeliger, teilweise überwucherter Weg hoch oben am Hang, das hob´ meine Laune dann schon wieder etwas - wo mich das endlose Grau in Grau im weiten Flachland immer mißmutiger gemacht hatte, fing die Sache hier und heute im Bergwald plötzlich wieder an so ein bisschen Spass zu machen.<br />
Sieht man mal, was so ein schäbbiger, unebener, bergiger Weg in der Wildnis alles bewirken kann. :)</p>
<p>Für einen halben Kilometer hoch über dem Balkhäuser Tal (dessen sattgrüne Wiesen hin und wieder mal durch den weit unter mir liegenden Waldrand hochschimmerten) nach Süden zum steilen, versteckten Pfad, der vom Pürschweg geradewegs runter in die Wiesen unter der Roten Sohl im Balkhäuser Tal führt. Kurz davor noch ein keiner Schlenker auf einen noch mieseren, noch interessanteren Pfad durch ein kleines Seitental, dann hoch auf den Pfad und das letzte, unglaublich steile Stück runter ins Tal am Waldrand oberhalb von Balkhausen. </p>
<p>Und gleich wieder bergauf: Nach Balkhausen runter wollte ich ja nicht, deshalb lief ich geradeaus durch, gleich die nächste Talwand hoch. Auch dieses Stück sacksteil, diesesmal allerdings nicht bergab sondern bergauf, das kostete doch schon etwas Atem. Ist aber nicht lang, nach knapp 150 m. ist man bereits auf dem nächsten Höhenrücken, der über eine relativ frisch gerodete Lichtung einen wunderbaren Ausblick nach Süden bietet, und wo der Alemannenweg/Weisse Doppelbalken zum Melibokus hochführt.</p>
<p>Hier brach dann plötzlich Sonne durch die Wolken und rettete mir endültig den Tag.<br />
Eben noch durch grauen, drögen, uninteressanten Wald gelaufen, und mit ein paar herbstlichen Sonnenstrahlen verwandelt sich alles in eine wunderschöne, leuchtenden Umgebung voller strahlendem Licht, tiefer Schatten und intensiver Farben.<br />
Unglaublich, was so ein bisschen Sonne ausmacht! </p>
<p>Allzuviel hatte ich allerdings nicht davon, denn ich bog gleich wieder links ab, weg von der Lichtung in den Wald rein, auf den kleinen, rutschigen Weg, der geradewegs den Hang runter zum Waldrand auf der Anhöhe über der roten Sohl (= die Trennung zwischen Balkhäuser und Hochstädter Tal) führt.<br />
Oaaaaah!<br />
Der ist steil!<br />
Und uneben!<br />
Und er liegt voller Geröll!<br />
Ack!<br />
Ganz unangenehmer Abstieg: Ganz langsam und vorsichtig, bloss nicht wegrutschen, bloss nicht umknicken, bloss nicht zu schnell werden...</p>
<p>Klappte, auch wenn´s ganz schön in die Knie ging. Autsch.</p>
<p>Unten am Waldrand einen kurzen Blick übers Balkhäuser Tal auf den von der Sonne angestrahlten Felsberg geworfen (schee!), dann scharf rechts, auf der (linken) gelben 6  zurück in den Wald rein und um das schmale, schöne Bachtal unterhalb der Drei Quellen herum.<br />
Auf der anderen Talseite dann links, unmarkierter Weg zurück an den Waldrand hoch über Hochstädten, dort dann an der kleinen Wegscheide mit dem Wegweiser (Links runter: "Hochstädten 1,2 km"), rechts hoch auf den Neun-Krümmweg, der am Waldrand entlang über dem Mühltal (= Das Hochstädter Tal) bis zum Not-Gottes-Parkplatz führt.</p>
<p>Herrliches Stück: Der Neun-Krümmweg (der tatsächlich insgesamt so +/- neun Krümmungen hat) folgt dem Hangverlauf dicht oberhalb des Waldrandes, und bietet dabei immer wieder großartige Ausblicke durch die Bäume hindurch nach Südosten, über das wunderschöne Mühltal auf die Ludwigs- und Amalienhöhen hinter dem Fürstenlager und weiter bis zum Krehberg nd der Knodener Höhe: Grüne Wiesen, steile Hänge, tiefe Täler, majestätische Höhen, dichte Bergwälder (mit den ersten Anzeichen bunten Blattwerks) alles von einer strahlenden, warmen Herbstsonne gestreichelt - Richtig, richtig toll!</p>
<p>Der Neun-Krümmweg schlängelte sich ein ganzes Stück über dem Waldrand nach Süden, stieg dabei ganz moderat und angenehm an, vereinigte sich schließlich mit dem Parallel obendrüber verlaufenden Alemannenweg (rotes S, außerdem gelbe 6), und führte dann weiter bis auf die Melibokusstrassa am Not-Gottes-Parkplatz, die voller Warnschilder stand, weil in den nächsten Wochen auf dem Melibokus Abrissarbeiten mit schwerem Gerät stattfinden werden (Der Zaun und die Gebäude auf dem ehemaligen Militärgelande am Funkturm kommen weg, womit erstmals seit Jahrzehnten wieder der gesamte Melibokusgipfel für Passanten zugänglich sein wird - da freu´ ich mich schon drauf :) ). </p>
<p>Den Parkplatz runter, dann kurz vor der Fahrstrasse rechts auf die gelbe 4, die auf einem schmalenengen, lichtdurchfluteten (mal wieder die Sonne!) Waldpfad in das tiefe, schmale Tal mit der versteckten Not-Gottes-Kapelle führt. Nachdem ich mir die Kapelle bei meinen letzten Besuchen eingbiebig betrachtet hatte (kleiner, schlichter Steinbau mitten im Wald, blokig, Schieferdach, davor ein großes Kreuz mit Jesusfigrt), lief ich heute nur vorbei, und nahm den Weg links hoch an die Fahrstrasse von Auerbach zum Schloss. </p>
<p>Die lief ich dann rechts runter. Moderates Gefälle, weiterhin freundliche Sonne, gute Sicht ins Ried, angenehm zu laufen. Hin und wieder bretterte mal ein Auto vorbei, aber weil das hier alles Einbahnstrasse ist, kommen die nur von unten, und man sieht sie schon lange vorher kommen und kann sich drauf einstellen. </p>
<p>Nach 400 m. in der Serpentine links raus, auf einen gekiesten Waldweg, dem um ein Seitental gefolgt, dann in der nächsten Kurve rechts auf einen Trampelpfad, der den Hang hinab bis zum Waldrand oberhalb der Weinberge.<br />
Noch mehr Ausblick, dieses Mal runter aufs Ried. Schön, aber leider wieder in trüb, und deshalb nicht ganz so grandios, außerdem war ich zeitlich ganz leicht im Verzug, da machte ich lieber schnell weiter:<br />
Links, winziger Pfad zwischen Waldrand und einem Zaun, dann noch mal kurz in den Wald hoch, um ein kleines Tal rum, schließlich wieder abwärts, durch einen hübschen, gekiesten Hohlweg durch die Weinberge bis zum oberen Ende der Burgstr., auf der dann noch mal steil abwärts, bis nach Auerbach rein. </p>
<p>Fast geschafft. Geradeaus die Burgstrasse runter, dabei wieder mal zur Kenntnis genommen, was hier oben am Hang für prächtige Häuser stehen - der obere Teil von Auerbach ist zweifellos ziemlich gute Wohnlage, zumindest da wo die Bausubstanz älter ist (die neueren Neureichen-Villen zwischendrin und weiter nördlich kranken hingegen oftmals an chronischer Geschmacklosigkeit - wer sich sein ostentativ-modernes Domizil mit kitschigen Marmorsäulen umstellen muss, hat offenbar mehr Geld als Stil... ;) ). Dann rechts in die schon etwas weniger exklusive Friedrich-Ebert-Str., links in die Margarethenstr., rechts in den Eichenböhl, links in den Tiefen Weg, den runter an die B3, und rüber in den unteren Teil von Auerbach, der mit einer Mischung aus hässlichen Wohnblocks, blockigen Mehrfamilienhäusern, und endlosen schlichten Reihenhausbatterien weit weniger mondän daherkommt. </p>
<p>Westwärts den Fasanenweg runter bis zum Ortsende, dort rechts und auf der Schillerstrasse ins freie Gelände zwischen Zwingenberg, Auerbach, Bahn und B3, wo ich ganz leicht welligen Feldweg nach Norden folgte. Eigentlich ganz hübsch hier: Buschige Spargeläcker wechseln sich mit Obstbäumen und kleinen Wiesen voller blühender Schafsgarbe und/oder blökenden Schafen ab, nach Rechts hat man einen grandiosen Blick auf das Melibokusmassiv, das von hier aus unendlich steil und hoch wirkt (konnte gar nicht so recht glauben, dass ich da gerade eben erst runtergekommen war). </p>
<p>Nach 750 m. erreichte ich die Brücke der K67, die vom Zwingenberger Südende auf den Berliner Ring führt (da wo an der B3 der MiniMal ist). Hier ging´s links durch ein kleinen Wäldchen an der Böschung bis zu den Gleisen, dort dann wieder rechts unter der Brücke durch, und weiter durchs Feld bis nach Zwingenberg.<br />
Dort dann gleich am Ortsanfang durch eine Unterführung unter den Gleisen durch, auf der anderen Seite rechts den Bleichweg hoch, und schnell noch mal ein bisschen verhaspelt - anstatt einfach geradeaus durchzulaufen, bog ich aus irgendeinem Grund links in den Gießer Weg ein und lief noch ein paar hundert völlig unnötige Umwegmeter durch das wenig spektakuläre Wohngebiet (Langwadener Str., Fehlheimer Str., Hähnleiner Str.). Schließlich fand ich aber doch wieder die richtige Strecke, und spurtete die letzten Meter am Bahndamm entlang bis zum Ziel, der Weinschänke Rebenhof in der Rieslingstr. </p>
<p>Und dort gab´s dann ein gutes Essen (innofiziell als Abschiedsessen für meine Cousine, die Mitte Oktober ein EINJÄHRIGE Weltreise antritt. Sowas macht neidisch... ;) ) mit Federweissem und dem obligatorischen Ende-vom-Lauf-Kochkässchnitzel.</p>
<p>Wetter hätte etwas schöner sein können, und der Umweg im Zwingenberger Westen ganz am Ende war auch nicht so der Bringer, aber ansonsten war´s ein schöner Lauf, mit einem ausgewogenen Mix aus Bergen und Flachland und